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Paddeln und Zelten gehören zusammen wie Suppe und Salz. Mit dem Kanu gelangt man auf umweltfreundliche Art an Orte, wo kaum jemand anders hinkommt. Unterwegs in der menschenleeren Wildnis benötigt man ein Zelt, das hält, was die Werbung verspricht. Das ist ABER NICHT IMMER der Fall (siehe hierzu "Åland-Reisebericht" auf der Seite "REISEBERICHTE"). Hier ein paar Tips fürs Zeltreisen.

Beim Nomadenleben der Kanuten gehören Zelte zur wichtigsten Ausrüstung fernab der Zivilisation - jedenfalls bei der Kassel-Family. Deshalb wird auf die Zeltausrüstung ein besonderes Augenmerk gerichtet - und in Zelte viel Geld investiert. Wobei sich gelegentlich die Frage stellt: Lohnt sich das überhaupt?                                                                                                                                                                                                                                                                                                             


Das Zelt als "Outdoor-Wohnzimmer" muss einen gewissen Mindestkomfort erfüllen: 1. Es muss sich leicht, schnell und überall aufbauen lassen! 2. Es darf bei Sturm nicht zusammenbrechen, zerfetzen oder wegfliegen! 3. Es wäre nett, es würde nicht gleich beim ersten Gewitter durchregnen! Welche Zelte erfüllen diese Mindestansprüche?


Die Kassel-Family hat sie im Laufe der Jahre alle getestet - Zelte von ALDI bis HILLEBERG. Nicht aus Testlust, sondern aufgrund wechselnder Pegelstände im Geldbeutel! Denn für 1 HILLEBERG-Zelt (z.B. das aktuelle Kassel-Zelt "Saivo") für 1020 € bekommt man 40 (!) ALDI-Zelte zum Stückpreis von 25,90 €. Das regt zum Denken an!


Bis man 40 ALDI-Zelte verschlissen hat, dass dauert eine Weile. Man könnte monatlich neu gegen alt austauschen und käme auf 40 Monate, also mehr als 3 Jahre Dauereinsatz! Oder zu jeder Saison im Mai ein neues ALDI-Zelt kaufen! 40 Jahre lang! Kann ein HILLEBERG-Zelt da mithalten? Ich meine im Preis-Leistungsverhältnis? Nun ja....... Jedenfalls, wenn ich nur verdammt wenig Geld habe, dann genügt auch ein ALDI-Zelt mit zusätzlicher Regenplane zum Abdecken bei Sintflut! 


Die von uns verwendeten Zelte müssen überall zunächst mal frei stehen können, ob auf Sand oder Fels, wo kein Hering hält. Dafür eignen sich am besten sogenannte geodätische Zelte


Geodätische Zelte haben in der Regel 5 Gestängebögen, wodurch eine größere Steh- und Windstabilität erreicht wird. Nachdem das Schlafequipment im Zelt verstaut ist, kann es so leicht nicht mehr wegfliegen. Es wird natürlich trotzdem versucht, die Sturmleinen irgendwo an Steinen oder den Kajaks festzubinden


Ein hauchdünnes Stückchen Zelttuch aus silikonbeschichtetem Ripstop-Nylon (z.B. HILLEBERG) oder PU-Polyester vermittelt uns bei Wildnistouren Geborgenheit und Wärme - und entscheidet im Extremfall auch über Leben und Tod. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man ein zuvor verlässlich getestetes Zelt über dem Kopf hat, vor allem, wenn auf einer einsamen, unbewohnten Schäreninsel eine Sturmfront heranzieht


Neben dem soliden Zelt ist auf Outdoor-Reisen auch ein Tarp zum Schutz vor Sonne und Regen sehr nützlich. Es gibt Zelttarps, Wing-Tarps (wie auf dem Foto) und rechteckige, große Planen.....


Mit einem großen Tarp von 5 x 5 m kann man den gesamten Lagerplatz überspannen, auch bei Regen gemütlich vor dem Zelt kochen und Klamotten zum Trocknen aufhängen. Wichtig für die Tarp-Konstruktion sind ein Wurfsack-Seil als "Dachfirst" und jede Menge Abspannseile! 


Im warmen, regenarmen Süden (hier Sardinien) kann man meist auf das Überzelt verzichten. Das Innenzelt dient dann nur als Mückenschutz!




Aber auch im Süden kann es urplötzlich bei Starkwind wie Mistral (maestrale) zur Sache gehen. Hat man dann in der Eile kein windgeschütztes Plätzchen erwischt, dann muss ein Zelt zeigen, was es für Strapazen aushalten kann! Hier stehen wir auf einer Felsnase der Insel Caprera (Maddalena-Archipel) völlig ungeschützt und harren der Dinge, die da kommen. Hält das Zelt oder nicht? 


Auf dieser windigen Sardienen-Tour hat das LOWLAND-Zelt dem Wind wiederstanden, aber nicht der Salz-Luft! Die Folgen kamen erst 1 Jahr später ans Licht. Stangenbruch ohne Ende - und ohne Belastung. Die Zeltstangen waren von innen (!) vom Salz angefressen und brachen wie dünnes Glas!


Nanu, was ist mit dem Zelt los? Warum ist da eine zusätzliche Plane drüber gespannt? Ganz einfach, weil das Zelt Löcher bekommen hat und es hineinregnet. Man sollte es nicht glauben, aber bei dem fast neuen US-HighTech-Zelt für 700 € brachen auf einer Tour auf den finnischen Åland-Inseln (siehe Seite "Reiseberichte") hintereinander mehrere Zeltstangen und rissen Löcher in die Außenhaut. Wohl dem, der in solcher Situation genug Zeltflickzeug an Bord hat! 




Hochreißfestes Ripstop-Nylon wird spielend leicht von scharfkantig gebrochenen Alu-Zeltstangen durchstoßen. Wenn das auf einer Wildnistour gleich mehrmals passiert, dann ist Ärger vorprogrammiert.


Solche Risse und Löcher auf silikonbeschichtetem Nylon kann man nicht einfach mit Zeltflicken zupflastern, denn auf Silikon haftet kein Kleber. Nein, man muss sorgfältig mit Nadel und Faden ein Stück Nylon aufnähen........ 


Ist der Flicken sauber aufgesetzt, dann muss die Naht mit Silikon-Nahtdichter verklebt werden. Diese Arbeit ist zeitraubend, aber notwendig. Wirklich ätzend wird die Sache nur, wenn am laufenden Band Flicken aufgesetzt werden müssen... 


Ist die gelöcherte Außenhaut geflickt, dann geht es an die Reperatur des gebrochenen Gestängebogens. Man löst die Enden, wo ein Zuggummi verknotet ist, nimmt das gebrochene Gestängeteil heraus und ersetzt es durch eine neue Ersatzstange, die hoffentlich im Zeltsack vorhanden ist.......  


Ist keine Ersatzstange vorhanden, dann kann man der gebrochenen Zeltstange auch eine spezielle Reperaturhülse überziehen und mit Klebeband fixieren


In der Reperaturbox on tour sind von Nöten: Ersatz-Zeltstange, Reperaturhülsen (besser mehrere!), Nadel und Faden, Klebeband, Multifunktionswerkzeug, Nahtkleber, Gummiseil, Zeltstoff-Flicken.


Ein Multifunktionswerkzeug mit Säge ist beim Passendmachen der Ersatz-Zeltstange äußerst wichtig


.....Und das war der zweite Streich und der dritte folgt zugleich! Tödlich genervt wird man, wenn auf einer Tour gleich mehrere Stangen - ohne Gewaltanwendung - brechen und allmählich das Flickzeug ausgeht!


Es ist eigentlich nicht zu glauben, dass an unserem HighTech-Zelt innnerhalb von 2 Tagen 3 Stangen brechen! Aber es ist tatsächlich passiert - auf unserem Åland-Trip 2002.


Und dann sind die Ersatzstangen verbraucht und die Reperaturhülsen auch. Und nu? Jetzt wird improvisiert und gebrochene Stangen müssen mit den Überresten anderer schön "geschient" werden........


Das Zelt wird nach unserer Tour an unseren Stammausrüster, die Firma Globetrotter in Hamburg (www.globetrotter.de) zurückgeschickt und gegen ein neues HILLEBERG-Zelt, Typ "Saivo" umgetauscht. Wir sind gespannt, wie dieses Zelt so drauf ist.

 
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