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Info aus einem Heft in deutscher Sprache aus der Informationsreihe "BEGEGNUNG MIT DEN VESTERÅLEN - ein Wegweiser durch die Geschichte".


http://www.touristoffice.com  

1 Unsere Anfahrt auf Tinden. Das Anwesen Tinden liegt dem Meer zugewandt, aber gut geschützt auf der Innenseite des spitzen, charakteristischen  Berges (tind = Felszinne). Die grüne, steile Felswand schützt Anwesen und Hafen vor den westlichen Winden.  

2 Tinden - einstmals Hüttendorf und Handelsplatz. Die Bebauung ist malerisch. Nähert man sich dem "Fischerdorf", wie es dort oben genannt wird, erblickt man als erstes zwei weiß gestrichene Speicherhäuser, die ihre Giebelseiten dem Meer zuwenden. Sie wurden um 1880 gebaut. Dahinter liegt der 20 Jahre ältere Haupthof - ein Langhaus mit ganzen 29 Räumen. Ein imponierender Anblick, auch wenn alles ein bisschen verwittert ist.  

3 Den Speicherhäusern gegenüber liegen rot gestrichene Fischer-hütten aus dem vorvorigen Jahrhundert. Diese Anlage ist architektonisch gesehen das beste Beispiel für die Bewahrung traditioneller Fischerdörfer in Øksnes und steht heute unter Denkmalschutz.

4 Mit seinen weißen Sandstränden wirkt Tinden während des Sommers wie ein verführerisches Abenteuer. Im Winter, wenn Stürme um Häuser und Speicher wüten, ist alles ganz anders. 1882 wurde dann auch die vorherige Bebauung von einem großen Sturm vernichtet.


Eines Tages kamen wir gegen Abend zur legendären Handelstation TINDEN. Als wir die strahlend-weißen Holzhäuser am Fuße eines unübersehbaren Kegelberges entdeckten, wussten wir nicht, was uns dort erwarten würde. Es war reiner Zufall, dass wir hinpaddelten, um uns dort umzuschauen und anzufragen, ob wir unsere Zelte in der Nähe aufbauen dürfen. Unser mehrtägiger Aufenthalt auf der Insel Tindsöya und das Kennenlernen vieler einheimischer Menschen in der ehemaligen Handelsstation Tinden wurde zu einem unvergesslichen Ereignis. Eben gerade habe ich alte Karten und Briefe von damals hervorgekramt und noch einmal wehmütig in schönen Erinnerungen gebadet.

                                                                                                                                                                                                                        



Der grüne Kegelberg mit seinen bereits von weitem leuchtenden Hozhäuseren am Fuße übt eine magische Anziehungskraft auf uns aus. Ehe wir anlanden, fotografiere ich die Szenerie erst einmal aus allen Blickwinkeln. Bei Ebbe können wir bequem auf den Sandstrand rauschen. Ehe wir die Boote hochziehen, fragen wir zuerst um Erlaubnis, hier bleiben zu dürfen.

  





Als wir uns bei strahlendblauem Himmel der Ansiedlung nähern, sehen wir etliche Menschen, Kajaks und Zelte. Uns wird klar, dass hier eine Gepäcktouren-Gruppe der ARCTIC SEA KAYAK RACE-Veranstaltung ihr Biwaklager aufgeschlagen hat. Wir fragen beim Besitzer von Tinden an, ob wir hier auch für einige Nächte unsere Zelte aufbauen dürfen. Wir dürfen und gesellen uns dazu. Um uns herum erblicken wir eine beeindruckende Szenerie, bestehend aus bizarren Bergen, blauem Meer, bunten Zelten, historischen Bauwerken und freundlichen Menschen.

  





Wir sind der Meinung, dass so das Kajakparadies des hohen Nordens aussehen muss! Wir waren mit unseren Kajaks schon an vielen herrlichen Orten dieser Welt, aber die Vestbygd-Inseln der Vesterålen mit der Insel Tindsøya im Mittelpunkt und den beiden Orten Skipnes (siehe auch  http://www.kanukassel.de/457392/488387.html) und Tinden nehmen in meinen Reise-Erinnerungen eine Sonderstellung ein. Der Grund hierfür sind sicher auch meine hier präsentierten Schönwetter-Fotos. Bei Sturm, Regen oder gar Schneetreiben hätte die Gegend sicher ein bisschen weniger idyllisch ausgesehen.








Beim ARCTIC SEA KAYAK RACE nehmen Paddler aus aller Welt, aber hauptsächlich Nordländer aus Norwegen, Schweden und Finnland teil. Wir entdecken auch ein paar Deutsche, von denen wir einen - nämlich Rainer Sommerkorn aus München - näher kennenleren. Es gibt eine Anfänger-Gruppe, zwei Gepäcktouren-Gruppen und es finden auch knochenharte Rennen statt. Hier auf der Insel Tindsøya in Tinden biwakiert während unserer Anwesenheit eine Gruppe, die eher aus unerfahrenen Seekanuten besteht. Sie bleiben wie wir weitgehend im Wind- und Wellenschatten der Inselwelt. Nur Spezialisten werden mit Begleit-Rettungsbooten auch über weite Strecken außen entlang geführt, wo es richtig abgeht.

 





Wir fühlen uns wohl hier und genießen das bunte Treiben um uns herum. Besonders der kleine Krämerladen des alten Mannes Skjalg Halmøy und die Holzterrasse vorm Haus tun es uns an. Hier ist zur Zeit unserer Anwesenheit der kulturelle Mittelpunkt der Vestbygd-Inseln. Hier kommen wir mit einigen interessanten Menschen der Region in Kontakt. Ich unterhalte mich öfter mit Alf Oxem, einem bekannten Fotografen und Mitorganisator des ASKR. Zur Zeit führt er die hier anwesende Paddelgruppe. Aber auch der Sohn des Chefs Skjalg Halmøy junior - Lehrer in Bergen mit guten Deutschkenntnissen und gerade in den Ferien hier zu Besuch bei seinem Vater auf Tinden - ist ein sehr aufgeschlossener Gesprächspartner. Er berichtet mir bereitwillig, wie er hier auf Tinden als Kind aufgewachsen ist. Das sind beeindruckende Geschichten mitten aus dem harten Leben der Menschen hier. Denn nur selten sind die Tage im Jahr so sonnig und friedlich wie hier auf diesen Fotos!










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Als wir das Vergnügen haben, Skjalg Halmøy senior persönlich kennenzulernen, da ist er bereits 86 Jahre alt. Den größten Teil seines Lebens hat er hier mit seiner Familie auf Tinden gelebt und die Post- und Handelsstation geleitet. Dieser Mann ist außerordentlich herzlich und aufgeschlossen. Als auf der Terrasse vor seinem herrlichen Krämerladen an einem wunderschönen Sommertag während des Arctic Sea Kayak Race so richtig Hochbetrieb herrscht, da hält der alte Mann einen interessanten Vortrag. Hierfür schleppt er eine Robbe, einen Seeadler - beide tiefgefroren - und einen vergammelten Weihnachtsbaum an. Was auch immer der Mann erzählt - alle Anwesenden hören gespannt und begeistert zu. Wir auch - obwohl wir kein Wort norwegisch verstehen. Skjalg hat eine unglaubliche Ausstrahlung und uns wird klar, warum er bereits zu Lebzeiten als eine Legende des Hohen Nordens bezeichnet wird. Wir sind nicht die einzigen Menschen, die ihn mögen. Während unserer Anwesenheit dokumentiert auch ein Zeitungsreporter des "Vesterålen Bladet" das Geschehen auf Tinden.






Fasziniert sind wir nicht nur von Skjalg und seinem Schreibtisch-Chaos, sondern auch von seinem überaus vielfältig bestückten Krämerladen!

 





Über einige Jahre halte ich mit Skjalg Halmøy junior Brief-Kontakt - und erfahre so, dass das Camp Kråkberget - wie abgebildet - abbrannte (siehe Seite http://www.kanukassel.de/457392/488387.html) und Skjalg Halmøy senior an Weihnachten 2002 starb.

  




Das Tinden, das wir erlebt haben, das ich hier fotografiert habe, das uns fasziniert, interessiert und begeistert hat, was für einige Tage unser "Zuhause" war, das Tinden gibt es leider schon nicht mehr. Die Häuser stehen noch und wurden sogar neu gestrichen, aber der Ort ist tot. Am 25.12.2002 starb Skjalg Halmøy mit 88 Jahren und damit die gute Seele von Tinden! Auch dieses Ereignis ist schon wieder einige Jahre her.   


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In Erinnerung an einen alten, freundlichen Mann auf den Vesterålen, der uns Gastfreundschaft gewährte!

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Bei all meinen aktuellen Internet-Recherchen 2008 kann ich Tinden nicht mehr als "Ort der Besonderheit" entdecken! Im Gegenteil: den einzigen Eintrag, den ich entdecke, der bestätigt, dass Tinden mit seinem alten Mann gemeinsam "gestorben" ist. Nachfolger, welche den Ort  weiter hätten beseelen können, scheint es nicht zu geben. Schade!

http://www.holger-melms.de/Titel_neu/Vesteralen/Tinden___Skipnes/tinden___skipnes.html  

Die 2 Fotos und der Text hier aus oben genannter Website von Holger Melms: "In den (2004) gängigen Reiseführern ist ein Platz namens TINDEN ein Muss. In Nyksund bekam ich dagegen eine Empfehlung für den Nachbarort SKIPNES. Also segelten wir erstmal nach Skipnes, wo wir nicht nur einen guten Liegeplatz, ein geöffnetes Lokal, sondern auch die uns empfohlene Person antrafen.   

In Restaurant findet an diesem Samstag eine Hochzeitsfeier statt. Normale Gäste oder gar ausländische Segler sind um diese Jahreszeit die Ausnahme. Nach dem Festessen werden wir hinzugebeten und mit großen Mengen Nachspeisen verwöhnt. Ein Abend, an den man sich mit Freude erinnert.
Tinden  
Nachdem man uns den Weg grob beschrieben hat, machen wir uns am nächsten Tag zu Fuß auf den Weg zu dem gerühmten Ort.
Trotz des nahen Herbstes treffen wir auf saftiges Grün in einer kargen Bergwelt, was in norwegischen Broschüren unisono als “frodige natur” bezeichnet wird. 
Das muss es sein. Was uns genau erwartet, wissen wir nicht, nur: es sei berühmt.   
Das Wohnhaus des Handelsplatzes. Aus der Nähe wirkt es merkwürdig steril und leblos. Und das ist wohl Absicht.

“Im Sommer 2005 gab es heftige Diskussionen, nachdem der Betreiber der Stiftung, die jetzt Tinden besitzt, eine Schulklasse, die während eines Ausflugs ihre Zelte in Tinden aufgeschlagen hatte, des Ortes verwies.” (Quelle siehe unten.)
Nur das Schild am Fähranleger bestätigt uns, dass wir da sind wo wir glauben zu sein.
Von hier fahren wir mit der Schnellfähre nach Skipnes zurück.
2004 gab es noch keine stets verfügbare WIKIPEDIA, so dass ich erst 2007 die einfache Erklärung für die Attribute “berühmt” und “leblos” finde. Kurz gesagt, wir kamen ein paar Jahre zu spät."

 “Tinden har lang historie som fiskevær og handelssted. Stedet ligger nær fiskefeltene, men likevel beskyttet på innersida under den 468 m høye Tindstind, som ga navnet til været («punn Tinden»). Sent på 1500-tallet var det kirke i Tinden, men den ble flyttet til naboøya Nærøya på 1600-tallet. Hovedgården er fra 1860-tallet og bryggene fra 1880-årene (etter at en storm hadde rasert de tidligere bryggene i 1882). Stedet ble fredet av Riksantikvaren i 1994.
Siden 1850 har Tinden vært eid og drevet av væreierne. Den siste væreieren var Skjalg Halmøy. Han kom fra Hamarøy til Tinden som handelsbetjent i 1937, og overtok som væreier i 1946. Skjalg Halmøy ble på sine eldre dager en attraksjon i seg selv. Det var ikke få turister som var innom butikken og hilste på «han Skjalg i Tinden». Som sosial, gjestfri og fortellerglad væreier ga han Skjalg stedet en ekstra dimensjon. Skjalg Halmøy døde 25. desember 2002, 88 år gammel, og Vesterålen ble en attraksjon fattigere. Men bygningene i Tinden lever videre.
Tinden eies i dag av en stiftelse. Sommeren 2005 ble det diskusjoner etter at eieren for stiftelsen viste bort en skoleklasse som hadde slått leir i Tinden under en klassetur. [1]
Tinden var i flere år base for kajakk-løpet Arctic Sea Kayak Race. De siste årene har løpet hatt base i Skipnes, lenger sør på Tindsøya.”
 

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ENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDEENDE

 
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