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Link-Tip: http://www.visitvesteralen.com/

Eines Tages haben wir genug von den Lofoten gesehen und vom legendären "Arctic Seakayak Race" auf den Vesterålen gehört, das schon seit 1991in der letzten Juliwoche organisiert wird. (Siehe   http://www.askr.no/index.lasso?cat=Hauptseite&site=askr.no_de)                                                                                                                                                                                                                 


Also fahren wir mitten in der Nacht nach Fiskebøl auf der Nordseite von Austvågøya und erwischen im sonnigen Morgengrauen prompt eine Fähre rüber auf die Vesterålen. Die Überfahrt nach Melbu dauert eine halbe Stunde.


Es ist übrigens 5 Uhr morgens, als wir hier mit der Fähre von Fiskebøl nach Melbu unterwegs sind - begleitet von strahlendem Sonnenschein unter stahlblauem Himmel.


Wir sind natürlich die einzigen Gäste auf der schneeweißen Fähre. Die Norweger schlafen wahrscheinlich alle noch. Es ist ja mitten in der Nacht!


Die ordentlich gepflegte Rettungsausrüstung an Deck der Fähre signalisiert uns, dass hier nicht immer so ein Bilderbuch-Wetter herrrscht und Rettungsboote + Schwimmwesten gelegentlich mal notwendig sein könnten.


Tobias hat uns doch tatsächlich einen heißen Morgenkaffee organisiert und mit Wehmut blicken wir zurück auf die Lofoten und mit neuem Tatendrang vor uns auf die Vesterålen.


Worin nun eigentlich genau der Unterschied und das Trennende zwischen Land und Leuten der Lofoten und Vesterålen besteht, das weiß ich auch heute immer noch nicht so genau zu sagen. Das muss so sein wie bei uns der Unterschied zwischen Bayern und Hessen, die beide in der Rhön leben. Unten im Wikipedia-Text wird jedenfalls behauptet, dass es deutliche Unterschiede zwischen den beiden Inselgruppen der Lofoten und Vesterålen gebe, die aber letztlich für uns Kanutouristen ohne besondere Bedeutung sind. 


Wir hoffen, dass wir auch auf den Vesterålen freundliche Leute treffen, vielleicht sogar Kajakexperten, die uns über die Besonderheiten ihrer Heimat informieren und gute Tipps für schöne Kajaktouren geben. Wir versprechen uns da viel vom jährlich auf den Vesterålen stattfindenden ARCTIC SEA KAYAK RACE (siehe unten). Dort versammeln sich Nordland-Kanuten aus aller Welt. 


Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Vester%C3%A5len: Vesterålen sind eine Inselgruppe etwa 300km nördlich des Polarkreises vor der Küste Norwegens. Sie schließen nordöstlich an die bekannteren Lofoten an. Die geografische Lage der Stadt Sortland, welche im Zentrum der Inselgruppe liegt, ist 68° 41' N, 15° 24' O. Geschichte: Die frühesten nachweisbaren Siedlungen auf den Vesterålen sind etwa 6 000 Jahre alt und stammen von Jägern und Sammlern, die sich in erster Linie vom Fischfang und von der Jagd ernährten. Ab der Wikingerzeit bewog der Stockfischhandel mit Bergen viele Menschen dazu, sich in der Gegend niederzulassen. Damals war der Handel nur den Handelshäusern in Bergen und Trondheim gestattet. Diese Bestimmungen wurden jedoch für die Vesterålen teilweise gelockert, beginnend mit der Erlaubnis zum Betrieb von Gasthäusern 1770. Ab 1860 zogen große Heringsschwärme viele Arbeiter aus anderen Teilen des Landes an, und die Region erfuhr eine wirtschaftliche Blütezeit. 1881 wurde die Reederei Vesteraalske Dampskibsselskap in Stokmarknes gegründet, welche ab 1883 wöchentliche Verbindungen zwischen Trondheim und Hammerfest bereitstellte. Später wurde die Schifffahrtslinie nach Bergen und Kirkenes verlängert und ist seitdem täglich unter dem Namen Hurtigruten unterwegs. Geografie: Die wichtigsten Inseln, die zu den Vesterålen gezählt werden, sind Andøya, Langøya, Hadseløya, der westliche Teil von Hinnøya sowie der nördliche Teil von Austvågøya.

Administrativ sind die Inseln geteilt und gehören zu den Fylkern Nordland und Troms. Ende 2005 betrug die Gesamtbevölkerung der sechs Kommunen der Vesterålen 33 500 Einwohner. Die Gesamtfläche der Inseln beträgt rund 3 100km², bei einer Nord-Süd-Ausdehnung von 150km.

Die Inselgruppe bietet eine sehr abwechslungsreiche Landschaft: Schroffe Gebirgsformationen erheben sich direkt aus dem Meer, während einsame, weiße Sandstrände Assoziationen mit südlichen Ländern aufkommen lassen. Es gibt Fjorde, Schären, Flüsse und Seen, Moore, einsame Gebirgstäler und kleine Hochebenen. Der höchste Berg der Region ist mit 1 262m der Møysalen auf der Insel Hinnøya.

Auch geologisch sind die Vesterålen nicht uninteressant. In vielen Teilen ist der zum Urgestein der Erde gehörende Untergrund über 600 Millionen Jahre alt. In wurde das älteste Gestein der Welt gefunden, welches vor 2 700 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität entstand. Auf Andøya gibt es jedoch einen Gürtel aus dem mit 100 Millionen Jahren jüngsten Gestein des norwegischen Festlandes. Der Boden ist reich an pflanzlichen und tierischen Fossilien, zudem gibt es hier das einzige bekannte Kohlevorkommen auf dem norwegischen Festland.

Klima - Mitternachtssonne über den Vesterålen

Obwohl die Vesterålen auf derselben Höhe wie Grönland und nördlich von Island liegen, ist das Klima wegen des Golfstromes sehr mild. Kennzeichnend sind die relativ milden Winter und die nicht zu heißen Sommer. Im kältesten Monat Februar liegt die Durchschnittstemperatur bei -2°C, während sie im Juli bei 12-14°C liegt. Die höchste bisher gemessene Temperatur betrug 31°C.

Der Herbst ist meist sehr niederschlagsreich, die meisten Niederschläge fallen im Oktober. Der niederschlagsärmste Monat ist wiederum der Juli. Reichlich Schnee fällt von Januar bis März.

Da die Vesterålen nördlich des Polarkreises liegen, kann man im Dezember und Anfang Januar die Polarnacht erleben, während der die Sonne überhaupt nicht aufgeht. Vom 23. Mai bis zum 23. Juli scheint dafür rund um die Uhr die Mitternachtssonne.

Flora und Fauna

Auf Grund des allgemein milden Klimas findet man auf den Vesterålen typische arktische Gewächse und weiter südlich beheimatete Pflanzen dicht beieinander. Auf sehr kleiner Fläche kann man sowohl Gebirgspflanzen als auch Strandblumen finden. In den Wäldern stehen hauptsächlich Fichten, Birken, Ebereschen, Erlen, Traubenkirschen und verschiedene Weidenarten. Allerdings findet man lediglich auf Hinnøya natürliche Fichtenvorkommen, alle anderen wurden angepflanzt. Die Baumgrenze schwankt je nach Lage sehr stark. Auf der Meeresseite liegt sie schon bei ca. 200m, während man im Sortlandsundet 300 und im Norden von Hinnøya 400 Meter hinaufsteigen muss, um die Baumgrenze zu erreichen.

Die Vesterålen sind außerdem bekannt für ihren Reichtum an Vogelarten, da die Fjordgebiete den Seevögeln jede Menge Futter bieten. Besondere Vertreter der Vogelwelt sind Seeadler, Papageientaucher, Tordalken, Trottellummen, Krähenscharben, Reiher und Schwäne. Seltene Arten sind der Eissturmvogel und der Basstölpel, die nur auf der Meeresseite vorkommen sowie die Uferschnepfe, die in ganz Norwegen nur auf Andøya brütet. Die bekanntesten Vogelfelsen befinden sich in Bø und auf Andøya.

Die Vesterålen sind von fischreichen Gewässern umgeben. Fast alle an der norwegischen Küste beheimateten Fischarten kommen hier häufig vor. Vor allem für Fischer besonders interessant sind: Dorsch, Schellfisch, Köhler, Rotbarsch, Seewolf, Lachs, Hering, Lumb, Lengfisch, Scholle, Heilbutt, Tintenfisch und Krabbe. In den Sommermonaten kann man vor der Küste zudem Wale und Delfine beobachten.

Politik

Die südlichen Gebiete der Vesterålen gehören zur Fylke Nordland, die nördlichen zu Troms. Insgesamt liegen sechs Kommunen auf den Inseln: Andøy, Bø, Hadsel, Lødingen, Sortland und Øksnes. Lødingen gehörte ursprünglich nicht dazu, wird in letzter Zeit jedoch oft als auf den Vesterålen liegend beschrieben und ist auch im offiziellen Touristenführer der Region verzeichnet.

Wirtschaft
Abgesehen vom Tourismus ist die Fischerei der wichtigste Wirtschaftszweig der Region, teilweise kombiniert mit Landwirtschaft. Die Vesterålen profitieren hierbei von einer kurzen Entfernung zu den Fischgründen. Fast alle an der norwegischen Küste beheimateten Fischarten kommen hier häufig vor. Die größte Bedeutung für die regionale Wirtschaft haben der Kabeljau und der Hering. In den letzten Jahren hat sich der berühmte Lofotfischfang immer mehr auf die Vesterålen verlagert. So kommen Fischer aus allen Ecken des Landes von Januar bis April, um sich am Kabeljaufang zu beteiligen. Heringe werden hauptsächlich im Herbst gefangen.

Neben dem Fischfang spielen auch die Fischverarbeitung und die Fischaufzucht eine große Rolle. Die meisten größeren Ortschaften haben aktive Fischereihäfen, und die Erzeugnisse werden häufig vor Ort oder in der näheren Umgebung verarbeitet. Eine Fischkonservenfabrik ist zum Beispiel in Melbo auf Hadsel angesiedelt, und in Myre auf Langøya werden Tiefkühlfilets produziert. Ungefähr die Hälfte der Industriearbeitsplätze der Region hat mit Fischverarbeitung zu tun, der Rest verteilt sich hauptsächlich auf Dienstleistungen im weitesten Sinne (z.B. Tourismus, Handel, Verkehr) sowie den öffentlichen Dienst und Bildungseinrichtungen. Außerdem gibt es Metallbetriebe, Werften und Baubetriebe.

Die in Norwegen ohnehin starke Stellung der Lokalpresse zeigt sich auf den Vesterålen in einer besonders starken Dichte kleinerer Zeitungen.

Verkehr
Die Inseln sind durch fünf Brücken und zwei Tunnel miteinander und mit dem Festland verbunden. Die Europastraße 10 verbindet die Vesterålen fährfrei mit der Europastraße 6, mit Narvik und mit Schweden. Die Fähre von Melbo nach Fiskebøl bindet die Lofoten daran an. Weitere wichtige Fährverbindungen sind Kaljord-Hanøy auf die Lofoten und Lødingen-Bognes in Richtung Festland.

Die regionalen Buslinien gelten als sehr zuverlässig und korrespondieren teilweise mit Flügen von/nach Evenes (Flughafen Harstad/Narvik), mit dem Zug von/nach Narvik, mit verschiedenen Fähr- und Schiffsverbindungen sowie untereinander. Die beiden wichtigsten überregionalen Buslinien sind der Lofotekspressen von den Lofoten bis nach Narvik sowie der Flybussen von Sortland zum Flughafen Evenes.

Für den Flugverkehr gibt es zwei Flugplätze, den Andøya Lufthavn in Andenes und den Stokmarknes Lufthavn in Skagen, von denen regelmäßige Flüge nach Tromsø und Bodø gehen.

Die Postschifflinie Hurtigruten läuft die Orte Risøyhamn (Gemeinde Andøy), Sortland, und Stokmarknes an.

Tourismus

Oft werden die Vesterålen in einem Atemzug mit den berühmteren Lofoten genannt. Viele Lofotenreisen führen fast zwangsläufig auch über die Vesterålen, wodurch der Eindruck entsteht, die beiden Inselgruppen wären nur eine. Tatsächlich aber handelt es sich sowohl landschaftlich als auch wirtschaftlich um zwei unterschiedliche Regionen.

Die bekanntesten Touristenattraktionen der Vesterålen sind die Walsafaris, die von Andenes und Stø aus starten. Der alte und malerische Fischerort Nyksund wurde in den letzten Jahren wieder aufgebaut und ist jetzt ein beliebtes Ausflugsziel. Ebenfalls interessant ist das Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes, dem einstigen Gründungsort der Postschifflinie.

Touristisch bedeutend ist auch der Trollfjord, der von den Schiffen der Hurtigruten angefahren wird.


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Das etwas karge, baum- und strauchlose, auf Schotter errichtete Fjord-Camp Kråkberget haben wir uns ausgesucht, weil uns die Lage günstig und zentral für Kajaktouren erscheint. Außerdem treffen sich hier Ende Juli immer die Kanuten und Organisatoren des Arctic Sea Kayak Race. Ansonsten ist es schlicht hässlich! Länger bleiben kommt auf diesem Platz wie vorher in Sandvika und Fredvang auf den Lofoten also nicht in Frage!


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http://www.fjordcamp.no/

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3 Monate nach unserem Aufenthalt dort im Fjord-Camp brennt das große Holzhaus ab. Dieses Info bekommen wir von einem Norweger, den wir auf Tinden kennenlernen, worüber ich auf der Seite "Kajak 9 Vesterålen" ausführlich berichten werde.

Fjordcamp Kråkberget neu aufgebaut

Foto aus http://www.fjordcamp.no/


Das Fjordcamp wurde wieder neu aufgebaut und wird sicher auch heute noch als Basislager und Startort für Kajaktouren in die Vestbygd-Inseln tauglich sein. Schöner ist es nach dem Wiederaufbau auch nicht geworden. Es verbreitet Kasernen-Feeling! 


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1

2

3


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Aber warum wir hier sind: Direkt vor der Haustür des Fjordcamps Kråkberget liegt eine herrliche, einsame Inselwelt für ausgedehnte Kajaktouren auch mit ZeltgepäcK. Hier werden wir die kommenden Tage unterwegs sein. 


In  diesem Kartenauschnitt wird sichtbar, welche Tour wir vom Basislager Kråkberget aus gepaddelt sind. Ganz einfach war die Sache nicht immer. Denn es wird auf der Karte erkennbar, dass viele Streckenabschnitte zum Nordmeer hin offen liegen! Doch dazu weiter unten mehr!


Als wir an einem Samstag im Fjordcamp Kråkberget eintreffen, da sind wir die einzigen Menschen mit Kajaks im Gepäck. Merkwürdig, morgen soll hier das einwöchige ARCTIC SEA KAYAK RACE beginnen! Sind wir etwa falsch?


Erst als ein freundlicher Reporter des "Vesterålen Bladet" in Kråkberget auftaucht und uns mit unserem schwer beladenen Kajakanhänger für die Organisatoren des Arctic Sea Kayak Race hält (!), da wisssen wir, dass wir hier richtig sein müssen. Der nette Reporter nutzt aus Mangel an anderen Leuten einfach die günstige Gelegenheit, über uns einen Zeitungsartikel zu schreiben, den wir ein paar Tage später bei der Abreise an einer Tankstelle von netten Norwegern gezeigt bekommen, die uns auf dem Zeitungsfoto wiedererkannt haben.


Also, wir sind auf jeden Fall richtig hier und beginnen erst mal damit, unsere von der letzten Gepäcktour auf den Lofoten total versiffte Tourenausrüstung zu reinigen und zu trocknen. Das Wetter ist dafür gerade richtig schön sonnig und warm. Irgendwann trudeln dann hier immer mehr abenteuerlich bepackte Autos - öfter Kleinwagen - mit riesigen Seekajaks der 6-m-Klasse auf dem Dachgepäckträger ein.



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Das ARCTIC SEA KAYAK RACE - soviel gleich vorneweg - ist eine ganz besonders tolle Veranstaltung in einer ganz besonders tollen Landschaft. Eine Teilnahme hieran kann ich nur jedem Kanuten empfehlen, der Lust auf Norwegen, Lust auf Meerepaddeln und Lust auf nette Leute hat! Je nach Können kann man sich für die Teilnahme an unterschiedlich schwierigen Unternehmungen anmelden. Ausführliche Infos auch in deutscher Sprache findet man unter http://www.askr.no 

Aus http://www.askr.no : FISCHERDORF SKIPNES Da draußen, gegen das offene Meer gelegen, finden Sie "Tindsøya" in Vesterålen. Auf der Südseite der Insel liegt das Fischerdorf "Skipnes", welches in alten Zeiten Fischannahme- und Produktionsstätte für Fischprodukte war.

Skipnes hat eine besondere und spezielle Atmosphäre, nennen Sie es auch Seele, welche Sie bereits erfühlen können, wenn Sie die Insel betreten; kein Autoverkehr und kein Krach! Bis ins 20. Jahrhundert war Skipnes eine kleine Fischerei- und Landwirtschaftsgemeinde. Auch Fischer von anderen Küstengebieten verkauften oder kauften hier Fisch. Während des ersten Weltkrieges sah man die Möglichkeit zu bedeutlichen Unternehmungen, wegen den guten Fischgründen und der 150m langen Kaianlage.

Skipnes hatte seine große Zeit bis zu den 60-ern. Eine Kombination von Zentralisierungspolitik und von Seiten der Behörden, sowie auch tiefe Fischpreise, führten letztendlich zum Wegzug der Bevölkerung. Das bedeutete gleichzeitig das Aus für den lebenswichtigen Handelszweig. Das einmal so stolze Fischerdorf ist nun restauriert worden und hat seine alte Schönheit wiedererhalten. Heute wird die Anlage meist von Urlaubern benutzt.

In den letzten Jahren war Skipnes die Basis für das ASKR und das wird wohl auch in den nächsten Jahren so sein. Primär ist das RACE und das CAMP hier lokalisiert, während sich das RAMBLE im Laufe der Woche der Paddelfamilie anschließen wird. Für die Camper ist es einfach. ihre Familie mitzunehmen, da "rorbuer" ausgeliehen werden. Zusätzlich finden Sie auch hier die Duschmöglichkeiten, Essensversorgung und Bewirtung.

Paddelkurs - Camp. Das ASK-Camp ist als Paddelkurs für Anfänger geeignet, aber auch für die, die schon ein wenig gepaddelt haben. Wenn Sie mehr um Sicherheit, Paddeltechnik und Tourplanung lernen möchten, so ist dieser Kurs genau das richtige für Sie! Der Kurs bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, welche aber ineinander übergehen, da das meiste im Kayak geschieht. Die Basis ist auf Skipnes und am ersten Tage werden wir hauptsächlich hier agieren, ab dem zweiten Tage sind wir größtenteils unterwegs. Eine Progression des Kurses geschieht auf Teilnehmers und Wettergottes Prämisse. Voraussichtlich ist die Registrierung auf Kråkberget am Sonntag, welches aber nicht sicher ist. Fürr einen Transport nach Skipnes lesen Sie bitte unter dem Punkt >Registrierung<.. Der Kurs startet am Montag 21.07.08 um 10.00 auf Skipnes. Die, welche sich Kajaks mit Ausstattung reserviert haben, bekommen diese beim Kursstart ausgeliefert.

Willkommen beim ASKR 2008, 21.-25. Juli. Das ASKR ist das jährliche Treffen für Seekajakpaddler aus ganz Europa. Zum ersten Male arrangiert 1991. Hier treffen sich Wettkampfpaddler, Tourenpaddler sowohl als auch Anfänger zu einer lustigen, sozialen und lehrreichen Paddelwoche in einer einzigartigen Natur. In Gleichheit mit den vorherigen Arrangementen, ist die Basis für das ASKR 2008 in dem alten und traditionsreichen Fischerort Skipnes, welcher auf der Außenseite von Vesterålen auf dem 69. Breitengrad Nord liegt.
E-mail: karl-einar@blv.no " karl-einar@blv.no >

Infos aus: http://www.askr.no

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Salzwassertouren haben ihre besonderen Gesetze - und Folgen. Die während der Touren permanent gesalzene Ausrüstung zieht ständig Feuchtigkeit, trocknet nicht mehr und beginnt bestialisch nach Fisch und Moder zu stinken! Wenn dann während des Anhängertransports schmutzige Kajaks mit vollgestopfter, nasser Ausrüstung von A nach B von warmer Sonne beschienen werden, dann passiert der geruchs-technischeSupergau! Im Klartext: UNSERE AUSRÜSTUNG STINKT WIE SAU!




Wir haben in Basislager 3 alle Hände voll zu tun, um unsere gesamte Tourenausrüstung wieder sauber, einsatzfähig und halbwegs geruchsneutral zu schrubben. Wir benötigen einen ganzen, wunderschönen Tag dazu. Aber was sein muss, das muss sein!


Am Sonntagabend trifft dann der Kajakspezialist Rainer Sommerkorn aus München ein, der am Arctic Sea Kayak Race in der Ramble-Gruppe mitpaddeln wird. Ehe es dazu kommt, muss Rainer einige Tassen Tee + Rum mit uns trinken. Seitdem sind wir Freunde! (Info aus http://www.askr.no:  Ramble -Vesterålen mit seinen vielen Inseln und Fjorden ist das Paddeleldorada für Seekajak-paddeln schlechthin. Mit seiner dramatischen Natur und wechselnden Meeresverhältnissen, fällt die Wahl leicht, sich für ein außer-gewöhnliches Paddelerlebnis zu entscheiden.Doch beachten Sie, das Wetter wechselt schnell. Kann es den einen Tag warmes und stilles Sommerwetter sein, welches eigentlich anderen Breitengraden zukommt, so kann es am anderen Tag stürmisch und kalt sein. Unsere Erfahrung bestätigt sich und wir müssen Sie an für nordische Verhältnisse taugende Kleidung erinnern!

Die diversen Traseen beinhalten verschiedentliche Erlebnisse. Das gilt der Natur und Landschaft, Besiedlung, Kulturhistorik, Vogel- und Tierreich, sowie neuen Bekanntschaften und Freundschaften. In diesem, sowie in den anderen Jahren, teilen wir das RAMBLE in ZWEI GRUPPEN, alles nach Erfahrung und Fertigkeiten. Routen und Tagesetappen werden sich nach diesen Kriterien richten. Information und Einteilung der Gruppen geschieht bei der Anmeldung und Registrierung am Sonntagabend. Unter der Paddelwoche erhalten Sie laufende Informationen von der “Ramble”-Leitung.

Neu in diesem Jahr ist, dass der Start des “Long Ramble” in den Jørnfjord gelegt wurde und am Montagmorgen von hier aus beginnt. So ist es nützlich, wenn Sie sich bereits am Sonntagabend zum Jørnfjord begeben. Das Umsetzen der Fahrzeuge geschieht durch einen organisierten Transport, so dass Ihr Fahrzeug wieder am ursprünglichen Platze, dem Registrierungsplatz in Kråkberget, steht. Das “Short Ramble” startet am Montagmorgen von Kråkberget aus. Die Teilnehmer besorgen sich Trinkwasser für die ersten 24 Stunden selbst!


In  Kråkberget treffen wir den deutschen Langstreckenradler Winfried Beer wieder (siehe http://www.w-beer.de/), der 8 Wochen zuvor auf Einladung von mir eine Paddeletappe auf der Fulda während eines schulischen Kanuprojekts mitmachte (Siehe hierzu auch http://www.kanukassel.de/110923/129382.html). Winfried erzählte uns damals in Rotenburg an der Fulda, dass sein Radtouren-Ziel das 3000 km entfernte Vesterålen sei. So kam es hier zur Verabredung und späteren, genauen Terminabsprache per SMS und Winfried fuhr die 3000 km wieder mit uns im Auto in 3 Tagen kostengünstig nach Deutschland zurück.


Dieses Fahrrad-Transportfoto von Winfried Beer mit seinem Mountainbike auf dem Dach von Tobias' Auto im Basislager Kråkberget habe ich gerade zufällig auf der Website von Winfried entdeckt und hierüber auf meine Seite "ausgeliehen"  (http://www.w-beer.de/norwegen2000/part08/index.html). Auf diesem Wege herzliche Grüße an Winfried Beer, in der Hoffnung, dass er gegen meine "Wilderei" nichts einzuwenden hat!


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Wie erwartet wird der Treff der Seekanuten ein Highlight auch für uns. Wir sehen und hören viel und lernen auch ein paar nette Leute kennen. Eine direkte Teilnahme lehne ich jedoch ab. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich lieber irgendwo anschließen, statt auf eigene Faust zu planen und zu agieren. Das spricht nicht gegen die Qualität des ARCTIC SEA KAYAK RACE, sondern stellt mich als Einzelgänger und Eigenbrötler dar!


Vom ASKR bekomme ich nicht nur gute Infos - insbesondere vom Mitorganisator und Fotografen Alf Oxem - sondern auch eine brauchbare 1:100 000 Karte des Tourengebietes - bereits eingeschweißt und gegen einen angemessenen Preis.


Am Montagmorgen leert sich dann trotz schwierigem Sauwetter schnell das Basislager Kråkberget. Alles zieht irgendwo hin. Das eigentliche Basislager des ASKR ist das Fischerdorf Skipnes auf Tindöya (Siehe unten). Auch wir sind startklar für eine neue Gepäcktour und "schleichen" uns hinter den ASKR-Kanuten hinterher.


Es ist saukalt und beinahe winterlich, als wir an Skipnes, dem Basislager des ASKR, vorbeipaddeln. Kurz tragen wir uns mit dem Gedanken, uns dem Familiencamp dort doch noch anzuschließen - lassen es aber sein, warum auch immer! 


Als der Himmel aufreißt und der eiskalte Nordwind etwas nachlässt, da dringen wir weiter in Richtung Norden vor. Mein Ziel der nächsten Tage besteht in einer Umrundung der Insel Skogsøya. Dort soll es eine Rentierherde geben, die auch gelegentlich am Inselstrand auftaucht. Das habe ich von dem Fotografen Alf Oxem erfahren und auch eine Postkarte von ihm mit diesem Motiv gesehen, Kanuten am Strand mit eingeschlossen!


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http://www.skipnes.com: Willkommen
"Das Fischerdorf Skipnes" liegt inmitten der schönsten Natur, die die Vesterålen zu bieten haben. Besuchen Sie uns und erleben Sie eine ganz spezielle Nähe zu den Bergen und Fjorden, Vögeln und Fischen, der Mitternachtssonne und vielem mehr in historischer und friedlicher Umgebung. Das ehrwürdige Fischerdorf kann heute mit Rorbu (Fischerhütten)-Ferien und vielen Erlebnismöglichkeiten locken. Der Ort liegt auf einer autofreien Insel an der Außenseite des Inselreiches der Vesterålen, gut geschützt mit einem natürlichen Hafen. Kommen Sie nach Skipnes und mieten Sie sich in einer Hütte ein. Ihre Seele wird Ruhe, Frieden und Inspiration finden.

Übernachtung 
Die Hütten sind geräumig und in traditionellem Stil restauriert. Sie sind sowohl für Familien als auch für Gruppen geeignet. Die Hütten haben zwischen 3 und 11 Betten und gut ausgestattete Küchen und Bäder. Insgesamt gibt es 50 Betten, verteilt auf 7 Hütten.
Preise:
Rorbu (Hütte):
NOK 300,- jede nacht/person
Kinder unter 12 jahre NOK 200,- jede nacht/person
Endreinigung der Rorbu,
400 Kronen 
SONDERANGEBOT:
Beim Anmieten für 1 Woche gibt es Rabatt für 1 Tag, Sie bezahlen also nur für 6 Tage! Aktivitäten
Angeln: Angeln mit Ruder- oder Motorboot, inkl. Rettungsweste und Angelausrüstung. Preise • Mieten eines Fischebootes: kr 175,- pro Stunde oder kr 750,- für einen ganzen Tag.Ruderboot kr. 100,- pro Stunde. Wandermöglichkeiten
Abwechlungsreiches unberühtes Wandergebiet. Die Umgebung bietet ein reiches vielfältiges Vogelleben und eine spezielle Flora. Es gibt einen markierten Wanderweg zum alten Handelsplatz Tinden, der vom Reichsantiquariat unter Denkmalsschutz gestellt worden ist. Andere Aktivitäten: • Diavortrag/Geschicht • Tauchen
• Kajak

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Bei Ebbe robben wir hier in einem Algenfeld rum und versuchen einen Felsbrocken als Windschutz zu entdecken. Wir brauchen eine Pause zum Aufwärmen, Bewegen und heiße Getränke kochen.


Unser Ziel für heute ist der spitze Bergkegel im Hintergrund. An seinem Fuß befindet sich die alte, legendäre Handelsstation Tinden, der wir einen Besuch abstatten wollen. Doch darüber möchte ich erst zum Abschluss auf der letzten Seite "Kajak 9 Vesterålen" berichten.



Scheiße, wie ist uns so saukalt. Trotz bester Ausrüstung sind wir durchfroren. Die norwegischen Kanuten haben sich am Morgen über uns lustig gemacht. Die zogen doch glatt in Sommerausrüstung und in T-Shirts los!


Zitat aus Website ASKR: "Doch beachten Sie, das Wetter wechselt schnell. Kann es den einen Tag warmes und stilles Sommerwetter sein, welches eigentlich anderen Breitengraden zukommt, so kann es am anderen Tag stürmisch und kalt sein.Unsere Erfahrung bestätigt sich und wir müssen Sie an für nordische Verhältnisse taugende Kleidung erinnern!"


Doch nichts bleibt, wie es ist! Auch nicht das Wetter auf den Vesterålen. Eben noch grau und trist, jetzt plötzlich strahlend und klar! Aber der Wind bleibt und nagelt uns wieder mal fest.


An der Nordostecke der Insel Dyröya stecken wir fest und wagen uns nicht mehr weiter. Schaumkronen zieren das türkis- bis blaufarbene Wasser. Wir müssen ein Lager aufbauen, uns einigeln und auf ein Nachlassen des Windes hoffen.


Bei Ebbe können wir gut hier in dieser schmalen Sandbucht anlanden, die Kajaks bergen und ein Stück weiter zurück an einem flachen Hang unsere Zelte aufbauen. Die Landschaft um uns herum ist einfach grandios!


3 Tage dauert es, bis der Wind von Windstärke 7/8 auf 2/3 zurückgeht. Wie immer juckt uns das nicht besonders, denn wir haben genug Essen und Trinken an Bord. Wir genießen das Insel- und Bergpanorama in menschenleerer Landschaft. Nur selten zieht mal ein Fischerboot vorbei. Dafür kreisen und kreischen Fischadler am knallblauen Himmel.


Info aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Fischadler: Der Fischadler erreicht eine Länge von 52 bis 58 cm. Das Männchen wiegt etwa 1,4 kg, das Weibchen bis zu 2 kg. Die Flügelspannweite beträgt 1,47–1,61 m. Der Fischadler ist oberseits dunkelbraun und unterseits weiß gefärbt, die Armschwingen sind dunkler als der Rest des Gefieders. Die Schwung- und Schwanzfedern sind gebändert. Die Unterseite ist weiß. Der Kopf ist großteils weiß mit einer dunklen Gesichtsmaske. Am Flügelbug ist ein schwarzer Fleck zu erkennen. Die Geschlechter weisen keine Unterschiede im Federkleid auf.

Spezialisiert ist der Fischadler auf den Fischfang. Die scharfen Krallen sind lang und fast halbkreisförmig gebogen. Der Fischadler kann seine Außenzehen nach hinten wenden, so dass der Fisch sicherer gegriffen werden kann.


Leider können wir kein Lagerfeuer machen, da wir weit und breit kein Feuerholz finden. Auch haben wir keinerlei Schutz gegen den kalten Nordwind! 


Wenn es uns zu kalt wird, dann müssen wir uns zum Aufwärmen in die Zelte und Schlafsäcke zurückziehen. Die werden allerdings von der salzig-feuchten Seeluft schon wieder klamm!


3 Tage festgenagelt zu sein, das bedeutet eine harte Geduldsprobe. Aber das schöne Wetter entschädigt für die Aktionsarmut!


Wir sitzen hier übrigens beinahe 20 Stunden am Tag in der Sonne. Das ist ein sehr ungewöhnliches Feeling. Sonneschutzcreme benötigen wir mittlerweile nicht mehr. 


Astrid nimmt sich viel Zeit mit dem Kochen und auch unsere Teekanne ist permanent im Einsatz - bis der Rumvorrat alle ist.


Abendsonne im Westen


Morgensonne im Osten


Mittagssonne von Süden


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Dann geht endlich wieder was! Der Wind hat über Nacht nachgelassen und heute wird Skogsöya umrundet. Nur nicht als Family-Trip. Das erscheint mir zu gefährlich! An der Nordwestspitze von Skogsöya wird eine kipplige Kreuzwelle anzutreffen sein. Astrid und Samira bleiben noch einen weiteren Tag im Basislager und wir paddeln ohne Gepäck!


Es wird ein herrlicher, aber auch sehr anstrengender Tag. Frühmorgens um 6 Uhr starten wir an der Nordostspitze von Dyröya.


Der Wind hat zwar stark nachgelassen, aber an exponierten Stellen steckt immer noch viel Bewegung im Nordmeer-Wasser. 


Das Fotografieren aus dem Kajak heraus ist wie immer etwas riskant. Daher steige ich nach Möglichkeit immer schnell aus dem Kajak an den Strand einer Schäreninsel, wenn sich ein lohnendes Motiv präsentiert.


Der spitze Kegelberg in der Mitte ist der Berg von Tinden von der Rückseite. 


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Mit einem Schiffsfrack hatten wir bei der Umrundung von Skogsöya nicht gerechnet. Aber es gefiel mir so gut, dass ich es aus allen möglichen Blickwinkeln fotografieren musste.


Schon kurz nach diesen Aufnahmen wurde die fotogene Rostschüssel hier vor der Küste von Skogsöya weggeräumt. Schade eigentlich!


Das Wrack hat unsere Fantasie über den möglichen Untergang frei gesetzt. Irgendwo muss das Schiff volle Kanne auf einen Felsen gebrettert sein, der ihm den ganzen Unterleib aufgerissen hat.


Der rostbraune "Anstrich" des Wracks steht in einem herrlichen Kontrast zum blauen Himmel und den grünen Bergen.


Dem Loch auf der Schiffsunterseite nach zu schließen, muss das Schiff blitzschnell gesunken sein.


Was haben die Russen hier vor der Küste Nordnorwegens zu suchen gehabt? Über die genaue Geschichte dieses Wracks erfahren wir leider nichts.


Von weitem sieht die Rostlaube recht klein aus und ähnelt eher einem Schnellboot. Doch wenn man näher dran paddelt, wird es größer und größer. Wir sinnieren über die Funktion noch vorhandener Wrack-bauten.


Ich hätte nicht geglaubt, dass so ein Schiffswrack auch einen sehr ästhetischen Charme ausstrahlt, der mich dazu verführt, einen kompletten Fuji-Velvia-Film zu vergeigen.


Nachdem das Wrack hier 16 Jahre gelegen hat, ist es doch eigentlich längst zu einer historischen Sehenswürdigkeit für bekloppte Paddler geworden. Als es plötzlich weg war, bekam ich Beschwerden, da es in meinem Kajakartikel in der Zeitschrift OUTDOOR abgebildet war (Siehe unter http://www.kanukassel.de/457392/457423.html). 


Irgendwie erwartet man immer bei einer Wrackbesichtigung auch noch auf verrostete, menschliche Skelett-Teile zu stoßen.




Hier sind wir an dem Strand auf Skogsöya angelandet, an dem öfter schon mal eine Rentierherde auftaucht. Heute aber leider nicht. Egal! Es gefällt uns trotzdem hier. Schade, dass Astrid und Samira nicht samt Zeltgepäck dabei sind, sonst würden wir hier unser neues Lager aufbauen! 


Was hier so friedlich und karibisch aussieht, das ist das Nordmeer, das vor wenigen Tagen noch ganz ordentlich in Bewegung war.


Ein idealer Campground, doch wir sind leider ohne Zeltgepäck hier.


1 Gerd Kassel auf Skogsöya

2 Immer noch!

3 Schon wieder!


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Die letzte Seite meines einstigen Diavortrags über unsere Kajakabenteuer auf den Lofoten und Vesterålen findet man unter "Kajak 9 Vesterålen" -  http://www.kanukassel.de/457392/488418.html

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http://www.kanukassel.de/457392/488418.html

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