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Von Feichten als größtem Ort des 39 km langen Kaunertales auf 1286 m geht es jeden Morgen 26 spannende Kilometer mit 29 Kehren die mautpflichtige, private Gletscherstraße hinauf ins ewige Eis auf 2750 m. Die Erhaltung und der mühsame Winterdienst kosten die Kaunertaler Gletschergesellschaft jährlich 680 000 Euro!. Der Preis für die tägliche Nutzung zwischen 7 und 17 Uhr ist in unserem Gletscher-Skipass enthalten.

Am 1. April 2008 ist die abenteuerliche Straße bei der morgendlichen Hochfahrt vorbei an gefährlichen Lawinenhängen zunächst gut geräumt und eisfrei. Dafür sorgen 2 Schneepflüge und jede Menge Streusalz. Doch das soll sich im Laufe des Tages blitzschnell ändern!

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Wie immer ist der Buggy durch eine praktische Seilwinde oben auf dem Gletscherparkplatz schnell vom Trailer entladen. Während ich mich in warme Klamotten einpacke, beginnt es zu schneien - erst leicht, dann immer heftiger. Dazu kommt Wind auf!

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Unglaublich, es fallen in wenigen Minuten große Mengen Schnee vom Himmel! Aber das freut mich zunächst noch. Jetzt kann ich meinen Turbo-"Rollstuhl" auch mal im Neuschnee testen. Zunächst düse ich mit ihm auf dem nur halbvollen Gletscherparkplatz rum. Es macht den totalen Spaß. Die Buggy-Straßenreifen greifen viel besser als erwartet und sie kommen beim Kurvenfahren wunderschön ins Rutschen. So kann ich den kippstabilen Buggy wie einen Schlitten herrlich "sliden" und auf dem Teller drehen. Auch moderate, schneebedeckte Steigungen sind kein Problem! (Siehe hierzu auch die Seite "Buggy at snow" - http://www.kanukassel.de/395205/510244.html)

So komme ich während einer kurzen Schneepause auf die gefährliche Idee, die Gletscherstraße mal eben hinunter ins Tal zu fahren. Es wird eine geile "Schlitten"-Abfahrt! Doch anschließend muss ich ja wieder hoch! Das hatte ich prompt vergessen! Und die Hochfahrt im immer heftiger werdenden Schneesturm wird zum wahren Horror-Trip.     


Natürlich war das Buggy-Abenteuer auf der Kaunertaler Gletscherstraße mitten im Schneesturm ein Solo-Trip von mir. Meine beiden Frauen hätten mich gehauen und gefesselt, wenn sie gewusst hätten, was ich hier mache. Doch sie konnten es nicht wissen, denn sie waren beim Skifahren im Gletschergebiet unterwegs. Ich machte mir schon Sorgen um sie, weil sie beim beginnenden Schneesturm nicht zurückkehrten.

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Hier bin ich unten im Tal nahe der Gepatsch-Alm. Dort an der Bachbrücke befindet sich eine große Scheune mit Material der Kaunertaler Gletschergesellschaft. Hier mache ich kurz Pause, um aus dem geschützten Scheunentor heraus ein paar trockene Erinnerungsfotos zu machen. Meine kostbare Fotoausrüstung befindet sich in einer wasserdichten Peli-Box neben mir auf dem Beifahrersitz. Fotos von unterwegs sind unmöglich. Gerne hätte ich es gehabt, wenn meine Frau Astrid im Bus hinter mir her gefahren wäre und Samira hätte aus dem Auto heraus meine geile Rutschpartie gefilmt. Aber das, was in meinem Leben wirklich spannend und abenteuerlich war und ist, wird nur selten im Bild festgehalten. Doch so ist das nun mal: Wenn es irgendwann und irgendwo - meist ungeplant - wirklich zur Sache ging und aus Spaß Todernst wurde, da blieb zum Dokumentieren keine Zeit. Wir hatten dann stets alle Hände voll zu tun. So ist es auch heute bei meiner nun folgenden, rasanten Auffahrt wieder hinauf zum Parkplatz des Kaunertaler Gletschers, wo unser Bus-Gespann steht. 

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Mache ich die Schilderung kurz: Im "Blindflug" düse ich mit immer wieder durchdrehenden Reifen auf schneebedeckter Fahrbahn mit einer Durchschnittssteigung von 12% die allmählich unfahrbar werdene Gletscherstraße wieder hoch. Auch das wäre noch ein zwar verdammt kalter, aber großer Spaß gewesen, wenn da der Gegenverkehr nicht gewesen wäre! In der Zweischenzeit gab es auf dem Gletscher nämlich eine Durchsage der Betriebsleitung, dass der Gletscher so schnell wie möglich zu räumen sei, da in Kürze die Gletscherstraße wegen Lawinengefahr und Unbefahrbarkeit gesperrt werden müsse! Also Hochfahrt bei dichtem Schneetreiben, starkem Wind, mit vereister Skibrille und starkem Gegenverkehr, der selbst im "Blindflug" unterwegs war. Vorsicht wäre angesagt gewesen! Doch wenn ich gebremst hätte und zum Stehen gekommen wäre, hätte ich nicht erneut anfahren können! Als musste ich nach dem Motto fahren: WER BREMST, VERLIERT! O.k. ich habe nicht verloren! Oben heil angekommen, bin ich noch schnell ins Gletscher-Restaurant zu Frau und Tochter, um mich mit heißem Kaffee aufzuwärmen. Doch auch dazu blieb keine Zeit mehr! Der Laden machte zu und der Buggy musste blitzschnell verladen werden - und nix wie weg. Wir waren bereits die letzten auf weiter Flur! Der heiße Kaffee war aber keine Fehlinvestition: ich habe ihn benutzt, um festgefrorene Halteschrauben der Auffahrbleche am Trailer zu lösen. Ohne Kaffee wäre das nicht gelungen! Ein Stunde später kommen wir ohne Blessuren wieder unten im Kaunertal an, wo es auch in Feichten stark schneit. Wir parken auf dem Gelände des freundlichen Kirchenwirts mitten im Dorf (siehe hierzu auch die Website http://www.kirchenwirt.com/) und harren der Dinge die da kommen. Währenddessen wärmen wir uns im örtlichen Schwimmbad auf, dessen Nutzung im Skipass eingeschlossen ist. 


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Anfang April 2008 kehrt der Winter bis in die tiefer gelegenen Alpentäler zurück. Unser Buggy-Gespann wirkt in einer solch hübsch verschneiten Winterlandschaft natürlich ein wenig deplatziert. Trotzdem interessieren sich viele Winterurlauber, aber auch ein paar Bedienstete der Gletscher-gesellschaft und die Mitarbeiter eines Mercedes-Testteams für den Buggy. Ich selbst habe nach demSchneesturm-Abenteuer erst mal genug vom "Buggy at snow" und hoffe auf eine Wetterberuhigung. Doch die kommt nicht. Es fällt bis zu 70 cm Neuschnee im Nordstau der Alpen. Das Kaunertal ist dabei.  


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Der Gletscher ist mehrere Tage gesperrt, das Gletscherskigebiet geschlossen. Das ist nicht besonders tragisch, da es mit dem Skigebiet Fendels am Anfang des Kaunertals bis zum 6. April 2008 eine brauchbare  Ausweichmöglichkeit gibt. Also drehen wir an der Mautstation der Gletscherstraße einfach um und fahren runter ins Tal, um dann über eine verdammt steile Straße den ruhigen Skiort Fendels direkt an der Piste anzusteuern.......

 





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Der Ort Fendels mit gut gepflegten Skipisten bis auf eine Höhe von 2300 m ist klein und ruhig. Im Skigebiet gibt es 2 gastromische, gemütliche Hütten. Eigentlich ist man in Fendels Anfang April 2008 schon auf das nahe Saisonende programmiert. Doch als der Gletscher geschlossen werden muss, geht es hier noch ein letztes Mal zur Sache.




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Aus http://www.fendels.net/: Ruhig, familiär, preiswert Wir möchten Sie recht herzlich einladen in unser Ferienparadies Fendels. Wir, das sind die 255 Einwohner, die in der Berggemeinde Fendels wohnen und sich immer auf Ihren Besuch freuen. Wir haben keine Mühen gescheut und für Sie ca. 500 komfortable Gästebetten bereitgestellt und es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen die schönste Zeit des Jahres zum unvergesslichen Erlebnis zu machen!
In familiärer Umgebung können Sie bei uns noch erleben, was in unserer hektischen Zeit schon zur Seltenheit geworden ist: Das Rauschen des Wildbaches, den Duft von Pflanzen und Bergkräutern, die frische Bergluft, die Herzlichkeit der Gastgeber, jahrhundertealte Wanderpfade, frisch verschneite Tiefschneehänge - ein Gefühl von Freiheit am Berggipfel. Keine Angst, Sie träumen nicht - das alles gibt es wirklich! Wo? Natürlich in Fendels!

http://www.tiroler-oberland.com/fendels

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Als der Schnee in Fendels sulzig wird, muss ich das Skifahren mit meinen schwachen, durch 7 Brüche und 14 OPs  steif gewordenen Beinen dort einstellen! Also lade ich den Buggy in seiner Funktion als Turbo-"Rollstuhl" wieder vom Trailer ab und düse ins Kaunertal zurück. Mal schauen, ob ich die gesperrte Gletscherstraße ein wenig befahren kann......


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Kein Mensch da an der Mautstation, keine Schneepflüge bei der Arbeit, keine Lawinensprengungen - Nix! Der gesamte Gletscher macht schneefrei! Urlaub! Bleibt zuhause! Die Gegend ist menschenleer O.k. die Leute haben es auch mal verdient, einen freien Tag zu haben. Wahrscheinlich macht es eh keinen Sinn, mit dem Straßenräumen zu beginnen, ehe nicht aller Schnee vom Himmel gefallen ist!

 



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Als ich mir hier das Lärchen-Denkmal länger angeschaut habe, beschließe ich, in Kürze umzukehren. Ich kenne auf Anhieb eine Handvoll toller Rutschen für mächtige Lawinen, die im Bereich der Kaunertaler Gletscherstraße von weit oben mit Volldampf zu Tal sausen.






Schade! Es macht einen Mordsspaß, mit dem PGO Bugrider 250 im Schnee unterwegs zu sein. Aber ich sollte nicht Kopf und Kragen riskieren! Ich hoffe nur, das die Kiste nicht zu sehr unter Schmutz, Schnee, Eis und vor allem Streusalz leidet und schneller als üblich auseinanderfällt!.


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Eins lässt sich nach meinen ersten Winter- und Schneeerfahrungen über 1000 m NN klipp und klar sagen: Der PGO Bugrider 250 ist auch im Winter gut zu gebrauchen. Er springt auch bei Minus-Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit problemlos an. Die schwachen Bremsen werden durch Salzwasser und Schnee nicht noch schlechter! Das Straßenprofil der Reifen ist bei Schnee nicht optimal, aber auch nicht unfahrbar. Bei meinem nächsten Winter-Trip in die Alpen werde ich meinen Turbo-"Rollstuhl" wieder mitnehmen! Im Gepäck auf dem Trailer befindet sich dann auch ein Satz Stollenreifen zum flexiblen Umstecken.


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Als der Kaunertaler Gletscher Anfang April 2008 mehrere Tage gesperrt bleibt und das niedrige Skiegebiet Fendels (max. 2300 m) Tauwetter bekommt und sulzig wird, da wechseln wir mit unseren Top4-Saison-Skipässen und unserem flexiblen Chaosmobil-Gespann (Siehe hierzu auch die Seite "Extremmobil" - http://www.kanukassel.de/212513.html)  ins benachbarte Gletscherskigebiet des Pitztals. Hier halten wir uns sehr oft im Hochwinter um Weihnachten und Neujahr auf (Siehe hierzu auch die Seiten "Pitztal Gletscher" - http://www.kanukassel.de/69282/462981.html - und "HEXENKESSL Pitztal" - http://www.kanukassel.de/69282/340765.html).  






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Zunächst fahren wir hier alle gemeinsam im Rifflsee-Skigebiet, das bis 2800 m über NN geht. Doch als hier der schwere Neuschnee zu aufgewühlt und gefährlich für meine Beine wird, fahre ich mit der Gondel wieder runter ins Tal nach Mandarfen und hole meinen Turbo-"Rollstuhl" vom Trailer. Mal sehen, was das Pitztal rollstuhltechnisch zu bieten hat.

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Auch im Pitztal herrscht Anfang April 2008 Lawinengefahr und kleinere Sträßchen im hinteren Tal sind gesperrt. Zwar ist das Pitztal wesentlich länger als das Kaunertal, aber die Talstraße ist groß und mehr befahren als im eher beschaulichen Kaunertal. Daher ist das Pitztal buggytechnisch weniger interessant. Vor allem fehlt hier eine spektakuläre Gletscher-straße. Dafür führt eine lawinensichere Tunnel-Bahn - der Pitz-Express - in 8 Minuten von 1700 m auf 2800 m. Diese Bahn benutzen wir daher am letzten Tag unseres Ostern-Alpentrips 2008 und genießen noch mal einen herrlichen Gletscherskitag!




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SIEHE AUCH DIE SEITE  "Buggy at snow" - http://www.kanukassel.de/395205/510244.html  

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