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Mein neuer "Turbo-Rollstuhl" PGO Bugrider 250 entpuppt sich nicht nur als "Rostlaube" und "Fernost-Schrottkiste", sondern hat von Funktion und Bauweise her eine Menge positive Eigenschaften, die ich nach und nach anteste und bis zum Exzess auskosten werde. Ich kann allerdings hier und heute schon sagen, dass mir der Buggy wesentlich mehr Freude machen würde, wenn ich nicht ständig die Angst hätte, dass er mir in Kürze unter dem Arsch zusammenbricht! Heute am sanften Strand darf allerdrings auch Schwiegermutter Traudel mal in den Buggy (nicht als Dummy!), um mir mit Enkeltochter Samira als Fotomodell zu dienen. 

 

Hier am Strand, wo ich den Buggy gerade teste, wäre das ja nicht so schlimm mit dem Zusammenbrechen. Die Strandlandschaft ist meist glatt, ohne Steine,ohne  Leitplanken und ohne Gegenverkehr, mit dem man tödlich kollidieren könnte. Wenn hier mal eine Buggy-Radaufhängung bricht oder der Motor auf die Antriebswelle kracht (soll schon mal beim Buggy Bugrider 250 vorgekommen sein, wie ich anhand zertrümmerter Teile in meiner Buggy-Werkstatt studieren konnte), dann macht der Buggy vermutlich nur eine weiche Bauchlandung, ohne das mir (oder der Schwiegermutter) deshalb schon gleich der Arsch aufgerissen wird! Aber zurück zu den positiven Eigenschaften des Buggy: Heute dient er als sehr praktisches  Transportfahrzeug, um Windsurfausrüstung an den Strand zu bringen. Der ach so wichtige Überrollbügel (deshalb ist die Kiste ein PKW und es besteht keine Helmpflicht!)  wird zwar nie und nimmer beim Überschlag Druck standhalten und Schädeldecken schützen, aber er ist ein sehr praktischer Dachgepäckträger für Surfboards, Kajaks, Ski, Snowboards usw. 


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als,der größte Feind des Buggy am Strand sind nicht etwa Schwiegermütter, sondern ganz klar und eindeutig der Sand und das Salz! Nicht dass der Buggy mit seinen fetten Reifen im Sand steckenbleibt, nee, zumindest nicht in normalem Sand und normalem Schlamm, aber fliegender Sand an allen Motorteilen, die offen, fettig und ölig in der Flugbahn liegen, werden nett gepudert und zum Knirchen gebracht. Das dann in unheilvoller Kombination mit Salzwasser und Salzluft zwingt den megaschlecht verschweißten und verzinkten Schrottstahlrahmen mit Sicherheit in Rekordzeit in die Knie - schneller jedenfalls als wetterfeste Schwiegermütter!

                                                                                                                                                                                                                 



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Nun denn, wir fangen nicht gleich mit unseren Lieblingssalzwasser-stränden an, um den Buggy kaputt zu machen, sondern mit dem harmlosen Wiesenstrand unseres Heimatreviers an der Krombach-talsperre im Hohen Westerwald. Hier ist nicht viel, was dem Buggy Schaden zufügen kann - außer Dauerregen!  


Heute wollen wir trotz Novemberwetter mitten im September windsurfen, segeln und feiern - natürlich am Strand. Da der Regen vom Starkwind beinahe waagerecht durch die kalte Luft gepeitscht wird, entschließen wir uns zum Aufbau eines windstabilen Festzeltes!


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Von tragender Bedeutung ist bei dieser Strandzelt-Fete unser Buggy. Er dient zunächst mal dazu, das benötigte Material - vom Surfbrett, über Planen, Stangen, Stühle und Musikinstrumente alles an den Strand zu tragen, was wir brauchen. Und das ist eine ganze Menge.


Beim PGO Bugrider 250 kann man eine ganze Menge Material aufs "Dach" laden, in den Gepäckträger am Heck stecken oder einfach an die Seiten binden. Schade nur, dass die Zuladung aus Gründen des Zusammenbruchs 150 kg nicht überschreiten darf!


Anlass für diese Schlechtwetter-Fete am Strand der Krombachtal-sperre ist die banale Tatsache, dass ich an diesem Wochenende Geburtstag habe, 56 Jahre alt werde und Feierlichkeiten aus diesem Anlass nicht mag - es sei denn, es gesellen sich hartgesottene Outdoor-Freaks und wetterfeste Vewrückte zu uns, mit denen man auch bei Sauwetter draußen Sport treiben, labern, Musik machen und hören und saufen kann! (Siehe hierzu auch den Link: http://www.kanukassel.de/413754/413785.html)  


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Wie bereits oben erwähnt muss der Buggy im Rahmen unseres Sauwetterfestes eine tragende Rolle einnehmen. Am Buggy wird alles festgebunden, was bei Starkwind nicht fortfliegen darf. Das ist in erster Linie das aus diversen Materialien zusammengestückelte, aber künstlerlich, architektonisch und funktionstechnisch sehr wertvolle Festzelt. Für den Buggy ist das mit den vielen Festmachstangen und dem Gesamtgewicht von 340 kg kein Problem!


Durch das Klarsichtfenster von Samiras Juniorensegel kann man zweifelsfrei erkennen, dass sich schon während des Aufbaus am 8. Sept. 2007 Gäste als Festzelttester eingefunden haben.


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Die "Kassel-Family"-Lagerfahne hat uns gerade Schwiegermutter Traudel auf ihrer Home-Nähmaschine zusammengebastelt. Diese Fahne wird immer dort gehisst, wo wir gerade unser Lager aufschlagen. Heute sieht hier jeder (obwohl weit und breit niemand da ist), dass die Kassel-Family bei Sauwetter eine Strandfete zelebriert.


Wir lieben bunte, grelle Leuchtfarben in rot, gelb und orange, die weithin sichtbar sind - nicht nur bei unseren Fahnen, sondern auch bei unseren Autos, Windsurfsegeln, Kajaks und Socken. 


Tochter Sina hat heute aus München auch eine neue Buggy-Fahne mitgebracht. Die Buggy-Fahnenstange ist aber beim Driven nicht ganz so lang wie der hier und jetzt verwendete Windsurfmast.


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Konstantin Wecker:  http://www.wecker.de/

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"Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Und die Göttinnen Roms steigen herab zu mir,
voll von Welle und Gischt und nur mich im Visier.
Und wo die Campagna noch ein weiches Stück Erde hat,
da besteigen sie mich, und ich habe die ganze Stadt,
das ganze rötliche Rom, in meiner Schenkelgewalt.
Die Wölfin kauert sich an meine Göttergestalt.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.


Und die Dirnen der Stadt betten mich abends ein.
Ihre herrlichen Körper brechen auf mich herein.
Und aus den Ruinen strömen die Diebe zum Meer.
Aufruhr flammt auf, sie entbinden ein Aufwieglerheer.
Das ganze rötliche Rom halten die Diebe besetzt.
Die Wölfin schaudert sich und weitet die Augen entsetzt.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.


Meine schweigsame Hand wühlt sich zum Meer wie ein Tier.
Salz prasselt herab, und ich bin betört von mir.
Und tief aus dem Wasser steigen Galeeren empor,
Päpste am Kiel, um die Masten ein Trauerflor.
Das ganze südliche Meer breitet sich aus in der Stadt.
Die Wölfin heult und sinniert, was sie wohl falsch gemacht hat.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres."  (Konstantin Wecker)                                            


Viele Menschen reden sehr viel über das Wetter. Meist ist es ihnen zu kalt oder zu nass oder zu windig oder zu heiß. Aber wenn sie über das Wetter nörgeln, reden sie meist über sich selbst. Sie wissen nichts Sinnvolles mit sich und der Welt um sie herum anzufangen und übergeben die Verantwortung für ihr Wohlbefinden, oder richtiger Unwohlsein, an die Natur! Aber nicht die Natur hat sich den Launen des Menschen anzupassen, sondern der Mensch der Natur. Weil dem modernen Menschen selbiges immer weniger gelingt, haben Psychotherapeuten Hochkonjunktur!


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Wir - die Mitglieder der Kassel-Family - haben jede Menge Macken, Launen, Krankheiten und Gebrechen. Aber wir sind gleichzeitig auch Weltmeister in der Eigentherapie. Ein wichtiges Therapiezentrum (unter vielen anderen) ist unser Segelcamp im Westerwald. Hier lassen wir uns den Wind um die Ohren und das Mittelhirn von Sorgen und Nöten frei blasen.


Wir verfügen zur Zeit über vier Segelboote (Siehe hierzu den Link: http://www.kanukassel.de/69228/index.html),  etliche Windsurfausrüstungen und Kajaks. Die Wassersportgeräte befinden sich alle auf Trailern und sind somit mobil. Wir karren sie auch an andere Orte, die uns und unserer Seele gut tun! (Siehe hierzu auch den Link: http://www.kanukassel.de/70201/index.html)


Unser Flaggschiff ist zur Zeit ein familientauglicher HOBIE CAT-Segelkatamaran (siehe hierzu auch den Link: http://www.hobie-cat.net/site_de/?produits,hobie_getaway). Das Boot dient mir auch als sehr behindertenfreundliches Segelboot und wurde von uns in meinem Mega-Sportunfalljahr 2003 (siehe hierzu auch den Link: http://www.kanukassel.de/137481/71674.html)  in USA bestellt und bei Segelservice Detmold gekauft (siehe Link: http://www.segelservice.com/)   


Windsurfsport habe ich jahrzehntelang als meine Lieblings-Wassersportart betrieben, bis meine Beine bei 2 schweren Sportunfällen ruiniert wurden. Doch das hält den Rest der Kassel-Family nicht davon ab, diese herrliche Natursportart im Zusammenspiel von Wind und Wellen weiter zu betreiben. Daher erklären sich die Windsurfsegel, die uns heute bei unserer Strandfete als Windschutz dienen.


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Noch ein Liedertext von Konstantin Wecker:

"Vogel sein. Weit drüber weg fliegen.
Schatten schicken. Übers Land verstreut.
Krallen haben. Und sich in den Wind haken.
Flügel schlagen, reiten durch die Luft.

Und dann dich, dich, dich irgendeinmal mitnehmen.
Feuer werden. Brennen mit dir.
Aufsteigen. Ohne Ende hochschnellen.
Oben bleiben, nichts übersehn.

Flieg oder stirb,
denn das Land ist zu schwer geworden,
flieg oder stirb,
denn das Land frißt dich morgen schon auf.


Heute noch laß ich mir die Flügel wachsen.
Starke Flügel. Meterweit gespannt.
Ikarus muß sich vor der Sonne hüten.
Meine Flügel schmelzen nie.

Und mit dir, dir, dir werd ich dann umherjagen.
Unten bricht der Horizont.
Vogel werden. Weit drüber weg fliegen.
Oben bleiben, nichts übersehn.

Flieg oder stirb,
denn das Land ist zu schwer geworden,
flieg oder stirb,
denn das Land frißt dich morgen schon auf." (Konstantin Wecker)


Die Kassel-Family ist durchweg recht sportlich und extrem, aber einige Mitglieder wie Sina und Samira sind dazu auch noch musikalisch und spielen gerne auf interessanten Instrumenten, die outdoor- und reisefreundlich sind (siehe hierzu den Link: http://www.kanukassel.de/413754/index.html)


Mein Leben war stets geprägt durch eine alternative Kultur, die sich in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte!

Noch ein Liedertext von Konstatin Wecker:

"Du mußt dir alles geben,
Dämmern und Morgenrot,
unendlich laß dich leben,
oder bleib ewig tot.

Du mußt dir alles geben,
Dämmern und Morgenrot,
unendlich laß dich leben,
oder bleib ewig tot.

Du mußt dir alles geben,
alles ist immer mehr.
Die dir dein Schicksal weben,
geizen sehr.

Die dir Großes versprechen,
versprechen sich meistens dabei.
Mach deine eigenen Zechen,
taumle dich frei.

Du mußt dir alles geben,
Dämmern und Morgenrot,
unendlich laß dich leben,
oder bleib ewig tot.

Du mußt dir alles geben,
Dämmern und Morgenrot,
unendlich laß dich leben,
oder bleib ewig tot.


Du mußt dir alles geben,
keiner bringt dir dein Heil.
Alle Tage durchleben -
die Stufen sind tränensteil.
Ja, sogar alle Tage
können nie alles sein -
auch ohne Antwort:
Frage und gib dich ein!

Du mußt dir alles geben,
Dämmern und Morgenrot,
unendlich laß dich leben,
oder bleib ewig tot.

Du mußt dir alles geben,
Dämmern und Morgenrot,
unendlich laß dich leben,
oder bleib ewig tot."


O.k. genug Strand-Reportage vom heimatlichen Westerwald-Strand. Demnächst düsen wir mit unserer "MOBILEN ROLLSTUHLEINHEIT"  (siehe Link: http://www.kanukassel.de/373876/index.html) an andere Strände dieser Welt und werden natürlich den Strand-Buggy gnadenlos schrotten!


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