
Irgendwann sagte Robert zu mir: "Schmier' doch mal Honig drauf!" Das war mir zu klebrig und unglaubwürdig. Honig auf schlecht heilende OP-Wunde? Und das soll helfen beim Zuwachsen? Wieso? "Honig enthält Nährstoffe, welche die Haut braucht. Honig hat auch antibiotische Wirkung!" So, na dann! Nach der nächsten OP bringt mir Kumpel Rainer Fischer - Hobby-Imker - einen Eimer mit gefüllten Honigwaben aus seinen Bienenstock mit!

Gewinnung des Honigs Honig ist ein unverfälschtes Naturprodukt, das wir im wahrsten Sinne des Wortes dem Fleiß der Bienen verdanken. Ca. 20.000 Flugeinsätze benötigt die Biene für einen Liter Nektar, der letztendlich ganze 150 g Honig ergibt! Nektar, aber auch Honigtau sind somit nicht gleich Honig, sondern lediglich eine Vorstufe.
Durch ihren Sammeleifer leisten die Bienen eine wichtige Aufgabe in der Natur: wenn sie Nektar suchend von Blüte zu Blüte fliegen befruchten sie diese und tragen dadurch zur Erhaltung vieler Pflanzenarten bei. Besonders wichtig sind die Bienen im Frühjahr für die Bestäubung der Obstbäume. (Info aus http://www.langnese-honig.de/warenkunde/gewinnung/bienen/index.php)

Die Bienenwaben gefallen mir so gut, dass ich sie fotografiere - und den Honig auf meine dünne Haut am Schienbein schmiere. Dort wurde ich zum 9. Mal operiert - mit abnehmender Heilungstendenz!

Bienen lieben es süß
Die Zusammensetzung und der Zuckergehalt von Nektar und Honigtau variieren je nach Pflanze, Standort und Witterungsbedingungen. Bienen bevorzugen diejenige Tracht mit dem höchsten Zuckergehalt, denn sie lieben Süßes. Allerdings können Sie nur bestimmte Süßungsmittel erkennen: Süßstoff z. B. lässt sie völlig kalt. Die Bienen wissen auch genau, zu welchen Tageszeiten der Nektar am reichlichsten fließt und stellen sich genau darauf ein. So sorgen die Bienen dafür, dass sie immer den optimalen Rohstoff für einen hochwertigen Honig sammeln. Nektar und Honigtau Honig wird nicht nur aus Nektar gewonnen: Wald- und Tannenhonige stammen aus Honigtau, den die Bienen von Nadeln und Blättern der Bäume sammeln. Beide Grundstoffe, sowohl Nektar als auch Honigtau sind zuckerhaltige Säfte der Pflanzen (= Siebröhrensäfte). Nektar Nektar ist ein süßes Sekret aus den Nektardrüsen der Blütenpflanzen, z. B. Wiesenblumen, Heckensträucher und Baumblüten.
Honigtau Die zuckerhaltigen Ausscheidungen verschiedener Insekten, z. B. Rinden- oder Schildläuse werden Honigtau genannt. Diese Pflanzensauger durchstechen die Rinde von Bäumen, saugen den Siebröhrensaft und scheiden überschüssigen Saft wieder aus. Dieser Saft – der Honigtau – fällt auf Blätter, Nadeln und Zweige, von wo ihn die Bienen aufsammeln. Bei günstigen Wetterbedingungen sondern die Insekten in einem Hektar Wald ca. 300 – 400 Liter Honigtau ab. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/gewinnung/bienen/index.php)

Sammeleifer Nicht umsonst heißt es "Fleißig wie die Biene": pro Tag macht sie ca. 40 Ausflüge und besucht ca. 4.000 Blüten. Dabei nimmt die Biene mit ihrem Saugrüssel den Nektar der Blüten auf und verdünnt ihn dabei direkt mit ihrem Speichel. Dieser enthält Enzyme, die hauptsächlich für den Umbau von Nektar in Honig verantwortlich sind.
Unterwegs wird der Nektar im stecknadelgroßen Honigmagen transportiert. Die Biene zweigt nur einen geringen Teil für sich ab, der Rest wird im Stock abgeliefert und dort zu Honig weiterverarbeitet. Honig ist das Hauptnahrungsmittel für die Bienen, das sie als Vorrat für den Winter sammeln!
Gut Ding will Weile haben: Vom Nektar zum Honig Im Stock angekommen, übergibt die Sammelbiene (auch Trachtbiene genannt) den Inhalt ihres Honigmagens an die Stockbienen, die dann die weitere Arbeit übernehmen. Der Honig enthält jetzt noch zuviel Wasser um haltbar zu sein, daher wird er als "unreif" bezeichnet. Er muss erst noch im Stock reifen. Zu Beginn sind die Bienen aktiv daran beteiligt: sie pumpen den Honig immer wieder aus ihrer Honigblase, lassen ihn als kleinen Tropfen aus ihrem Rüssel fließen und saugen ihn sofort wieder auf. Diesen Vorgang wiederholen sie schnell hintereinander ca. 15-20 Minuten lang. Durch die trockene, warme Luft im Stock (ca. 30-35 Grad) verdunstet dabei Wasser.
Der halbreife Honig wird jetzt in dünnen Schichten in Wabenzellen eingelagert, damit weiterhin Wasser verdunsten kann. Durch fleißiges Fächeln mit den Flügeln schaffen die Bienen zusätzlich Feuchtigkeit aus dem Stock. Doch das Trockenlegen allein macht noch keinen Honig: genauso wichtig ist die Fermentierung. Immer wieder wandert der Nektar aus den Depots in die Honigmägen der Stockbienen. Bei jeder Verteilung wird er mit wertvollen Stoffen, z. B. Enzymen angereichert. Die Enzyme wandeln den Zucker aus Nektar und Honigtau um.
Bei der Reifung entwickeln sich auch der typische Geruch, Geschmack und Aussehen des Honigs. Ist der Honig kurz vor der Reife, werden die Zellen zuerst zu drei Viertel gefüllt und nach ca. ein bis drei Tagen ganz aufgefüllt. Jetzt ist der Honig ausgereift und die Bienen verschließen die Zellen in den Waben mit Wachsdeckeln. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/gewinnung/honigwabe/index.php)

Honigernte Am geschlossenen, leicht eingefallenen Wachsdeckel der Wabenzellen erkennt der Imker, dass der Honig reif ist. Der Honig kann jetzt geerntet werden.
Dafür muss der Imker zuerst die Bienen von den Waben vertreiben. Das geschieht traditionell durch Räuchern, besser durch ein Gebläse. Heute werden vielfach am Tag vor der Ernte sogenannte Bienenfluchten eingesetzt. Diese ermöglichen den Bienen problemlos das Ablaufen, versperren jedoch weitgehend einen erneuten Eingang in den Honigraum. So wird viel Aufregung im Volk verhindert. Der Imker entnimmt die eingehängten Rahmen mit den verdeckelten Waben und fegt sorgfältig verbliebene Bienen ab. Damit die Bienen nicht hungern müssen, lässt der Imker ihnen einen Teil des mühsam gesammelten Vorrats.
Öffnen der Honigwaben... Um den Honig ernten zu können, öffnet der Imker die verschlossenen Waben mit einer speziellen Gabel oder einem Messer. Der Fachmann nennt diesen Vorgang "entdeckeln". ...und Honiggewinnung Zur Honiggewinnung werden die vollen Waben üblicherweise in eine Zentrifuge gehängt und der Honig mittels Zentrifugalkraft abgeschleudert. Ein extra feines Doppelsieb wird auf das Auffanggefäß gesetzt und hält winzige Pflanzenteilchen oder Wabenstücke zurück. Verkauf und Lagerung Verkauf und LagerungDer gereinigte Honig wird behutsam in Gläser abgefüllt, mit dem entsprechenden Etikett versehen und in den Handel transportiert.
Honig kann über Jahre gelagert werden ohne zu verderben. So fand man in Pharaonengräbern neben Getreidekörnern in versiegelten Tonkrügen auch Honig, der noch genießbar war. Allerdings muss er kühl und dunkel aufbewahrt werden, sonst leiden wertvolle Inhaltsstoffe wie Enzyme, Geschmacks- und Geruchsstoffe.
Die optimale Lagertemperatur beträgt ca. 10-12° Celsius für cremige Honige und 18-20° Celsius für flüssige Honige. Honig ist stark hygroskopisch, d.h. er zieht Wasser an. Daher muss Honig in dicht schließenden Gefäßen und trocken gelagert werden, die Luftfeuchtigkeit sollte max. 60 % betragen. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/gewinnung/verkauf/index.php)

Beeinflussen der Kristallisation Jeder Honig kristallisiert oder "kandiert" zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dieser natürliche physikalische Vorgang hat nichts mit der Qualität des Honigs zu tun und ist auch kein Zeichen von Schädigung. Wann der Honig auskristallisiert, hängt in erster Linie vom Verhältnis der beiden Hauptzucker Fructose und Glucose zueinander ab. Dieses ist ein signifikantes Merkmal der unterschiedlichen Sorten, so dass man davon ausgehen kann, dass das Kristallisationsverhalten einer bestimmten Sorte (z. B. Akazie) immer annähernd gleich ist. So kristallisieren Akazienhonig und Tannenhonig oft erst nach Jahren, Waldhonig nach einigen Monaten oder auch Jahren, Blüten- und Mischhonige benötigen einige Wochen. Raps- und Kleehonig kandieren dagegen schon innerhalb weniger Tage.
Grobes Kandieren wird verhindert
Viele Honigliebhaber bevorzugen streichfähigen, cremigen Honig. Um einen gleichmäßig durchkristallisierten Honig zu bekommen, wird der Honig von Anfang an mehrmals täglich gleichmäßig gerührt. Wenn der Honig von der Konsistenz her kurz vor dem Festwerden ist, wird er auf Gläser abgefüllt. Hat man eine Honigsorte, die erfahrungsgemäß unangenehm grob auskristallisiert, dann bedient man sich eines Impfhonigs. D. h. in den noch flüssigen Honig wird beim Rührvorgang eine bestimmte Menge eines äußerst feinkristallinen Honigs eingearbeitet. Der Honig wird abgefüllt, bevor er endgültig fest ist und kristallisiert dann im Glas feincremig. Tipp Auskristallisierter Honig kann problemlos durch Erwärmen wieder verflüssigt werden. Das Honigglas am besten in ein warmes Wasserbad stellen. Aber Vorsicht, der Honig sollte nicht wärmer als 40°Celsius werden, da sonst wichtige Inhaltsstoffe, wie z. B. Enzyme, verloren gehen. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/gewinnung/kristallisation/index.php)

Honiginhaltsstoffe Ohne Zweifel, Honig ist eines der natürlichsten Lebensmittel überhaupt und in seiner Zusammensetzung seit Jahrtausenden praktisch unverändert geblieben. Die Biene selbst ist maßgeblich für die Qualität verantwortlich, aber auch der Imker trägt durch schonende und fachgerechte Behandlung dazu bei. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/inhaltsstoffe/index.php)

Was Honig so wertvoll macht: Seine Inhaltsstoffe! Das Zusammenspiel der vielfältigen Inhaltsstoffe macht den Honig so wertvoll. Denn: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Honig schmeckt nicht nur gut, durch seine günstige Zusammensetzung ist er auch ein bewährtes Hausmittel und hilft bei der Behandlung von allerlei Krankheiten.
Bisher wurden im Honig 24 verschiedene Zucker und darüber hinaus ca. 180 Begleitstoffe nachgewiesen. Aber Honig ist nicht gleich Honig. Die Konzentrationen der einzelnen Inhaltsstoffe variieren je nach Tracht, Klima und Jahreszeit. Honig enthält die folgenden Inhaltstoffe:
Zucker Honig besteht zu ca. 80 % aus verschiedenen Zuckerarten ...
Wasser Laut Honigverordnung ist nur ein Wassergehalt zwischen 16% und 21% erlaubt ...
Beistoffe Sie steuern den gesamten Stoffwechsel im menschlichen Körper . (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/inhaltsstoffe/inhaltsstoffe/index.php)

Geschichte des Honigs Bienen bevölkern schon seit 40-50 Millionen Jahren unseren Planeten, wie man aus Bernsteinfunden weiß. Den Menschen der Jetztzeit gibt es dagegen erst seit 200.000 Jahren und erst vor 40.000 Jahren entdeckte er Feuer und Honig. Danach dauerte es aber noch lange, bis der Mensch begann, Zeugnis davon abzulegen, dass er Honig sehr schätzte und dass er ihn den Bienen unter teilweise schwierigen Bedingungen raubte: Die ältesten Zeichnungen von Honigsammlern befinden sich in der Höhle von La Aranas in der Nähe von Valencia und stammen aus der Zeit um 7.000 v. Chr. Der Mensch machte „Beute“ – dies ist ein Begriff, der sich in der Imkersprache bis heute erhalten hat. Erst der Schritt vom Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern und Siedler ermöglichte es dem Menschen, diese erstaunlichen Tiere genauer zu beobachten und sich dann ihre natürlichen Verhaltensweisen zu Nutze zu machen. Die Biene wurde zum "Haustier".
Ausführliche Überlieferungen über Bienen und Honig kennen wir aus allen Hochkulturen der Antike. Bienen und ihre unerklärliche Fähigkeit zum „Honigmachen“ wurden bewundert und mystifiziert. Honig wurde verehrt, und genoss als Nahrungs-, Schönheits- und Heilmittel größte Wertschätzung. Honig diente als Opfergabe, als Grabbeigabe für die Reise ins Jenseits und wurde als Zahlungsmittel eingesetzt. Honig war selten, schwierig zu ernten und gehörte zu den begehrten süßen Lebensmitteln, denn Zucker gab es noch nicht. Er war somit wertvoll und Honigdiebe wurden streng bestraft. Für die Juden war Honig Symbol für Überfluss und Reichtum. Darum auch ihre Klage auf der Flucht aus Ägypten: „Ist’s zu wenig, dass Du uns aus dem Lande geführt hast, darin Milch und Honig fließt, dass Du uns tötest in der Wüste? Du musst auch noch über uns herrschen?“ (4. Moses 16,13). Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/geschichte/index.php)

Bienenbehausungen von damals bis heute Nachdem die Menschen als Bauern und Siedler sesshaft geworden waren, wollten sie auf der Suche nach dem begehrten Honig nicht mehr die gefährlichen Wälder durchstreifen. Daher boten sie den Bienen Nistplätze in ihrer Nähe an: Stehende Bäume wurden abgelöst von transportablen Behausungen, die soweit perfektioniert wurden, dass die Bienen bei der Honigernte so wenig wie möglich gestört wurden. Im Laufe der Jahrtausende wurden weltweit die unterschiedlichsten Formen und Materialien für Bienenbehausungen verwendet. So gab es geflochtene Körbe aus Schilf oder Stroh, ausgehöhlte, abgeschnittene Baumstücke oder ab ca. 5.500-6.000 v. Chr. gebrannte Tonröhren. Charakteristisch ist allerdings ein gewisser Höhlencharakter.
Vom Baum zum Haus Die nachfolgenden Bienenwohnungen geben einen Überblick über einige in Europa nacheinander, aber auch parallel benutzten Bienenbehausungen. Meistens hängt an der jeweiligen Behausung eine ganz spezielle "Betriebsweise" und häufig auch ein Stück Philosophie.
Holzmagazine und Stapelbare Magazine Der Begriff "Holzmagazin" beschreibt hintereinanderstehende Rähmchen ...
Blätterstöcke Blätterstöcke sind aus Holz gefertigte, sogenannte "Hinterbehandlungsbeuten" ...
Stülper oder Strohkorb Stülper sind aus Stroh geflochtene Körbe mit einem Einflugloch für die Bienen ...
Klotzbeute Eine Klotzbeute ist ein ausgehöhltes Stück von einem Baum, das vorne mit einem Einflugloch für die Bienen versehen wird ... (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/geschichte/behausungen/index.php)

Honig im alten Ägypten Ihre erste Hoch-Zeit erlebte die Imkerei im alten Ägypten. Die Biene galt als etwas Göttliches, Honig war die „Speise der Götter“ und wurde als "Lebendig gewordene Tränen" des Sonnengottes Ra angesehen. Um 3.200 v. Chr. waren Bienen in der Hieroglyphenschrift das Symbol der Pharaonen, sie schmückten auch das Siegel der Königin Hatschepsut. Honig war so begehrt, dass Beamte ständig für Nachschub aus Griechenland und Syrien sorgen mussten. Unter Ramses II bekamen hohe Beamte einen Teil ihres Gehaltes in Honig ausgezahlt. Honig war ein wichtiges Zahlungsmittel: Für einen Topf Honig bekam man einen Esel oder ein Rind.
Eine Vorform der heutigen Imkerei gab es bereits um 2.500 v. Chr.: Die Imker fuhren ihre Bienenstöcke in Tonbehältern mit Booten auf dem Nil hin- und her und ließen die Bienen an geeigneten Stellen ausfliegen. Nachts fuhren sie weiter zu neuen Gebieten. Schon früh war bekannt, dass sich gleichzeitig mit der Honig- und Wachsproduktion auch die Ernteerträge der Obstbauern steigern lassen, wenn die Bienenvölker in Gebiete gebracht wurden, in denen intensive Landwirtschaft betrieben wurde. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/geschichte/aegypten/index.php)

Honig bei den alten Griechen Auch im antiken Griechenland spielte die Imkerei eine wichtige Rolle in der Mythologie: Bienen wurden als "Vögel der Musen" bezeichnet und galten als Boten der Götter, Honig als Quelle der Weisheit, Beredsamkeit und Dichtkunst. Der Göttervater Zeus trug den Beinamen "Bienenkönig". Honig wurde geschätzt als Schönheitsmittel aber auch als Heilmittel. Der berühmte Arzt Hippokrates (466 bis 377 v. Chr.) verordnete Honig bei Fieber, Verletzungen, Geschwüren und eiternden Wunden. Bei den Olympischen Spielen tranken die Athleten Honigwasser um schnell wieder zu Kräften zu kommen.
Die Griechen der Antike waren die ersten, die sich theoretisch mit dem Wesen der Biene, der Staatenbildung und der Honiggewinnung auseinandersetzen. Bereits um 600 v. Chr gab es in Griechenland eine voll entwickelte und gesetzlich geregelte Imkerei. Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) verfasste das erste Fachbuch über die Bienenzucht. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/geschichte/griechenland/index.php)

Honig im alten Rom
Bei den Römern zählte Bienenhaltung zur Allgemeinbildung. Nicht nur Naturwissenschaftler und Geographen wie Plinius oder Strabo befassten sich damit, sondern auch Dichter und Historiker wie Livius, Vergil und Ovid. Man ließ sogar Körbe mit Sichtfenstern bauen, um das Verhalten der Bienen besser studieren zu können. Die Imkerei war im Römischen Reich weit verbreitet und der Profit so gut, dass sich jeder römische Gutsherr wenigstens einen Bienensklaven hielt, der das Melarium, das Bienenhaus, betreute.
Die stolzen Gewinne führten dazu, dass viele Berufsimker sogar zusätzliche Bienenstände auf dem Land pachteten. Insgesamt erreichte die Bienenzucht ein hohes Niveau. Honig wurde als universelles Heilmittel bewundert, die Anwendungen reichten von der Behandlung von Fieber, Potenzstörungen und Wunden bis zu Depressionen. Ein Leitsatz der römischen Ärzte war: „Iss Honig, und du bleibst gesund“. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/geschichte/rom/index.php)

Honig - von den Germanen bis zum Mittelalter
Die Germanen verehrten Honig als Götterspeise, der Göttervater Odin seine Unsterblichkeit, Kraft und Weisheit verdankte. Untertanen mussten einen Teil ihrer Abgaben als Honigzins entrichten. Adlige verwendeten Honig als Ehrengabe für ihr Gefolge. Die ursprünglichste Art an Honig zu gelangen ist die Waldbienenjagd. Die natürlichen Bienenwohnungen, hohle Äste und Baumstämme, wurden geplündert und dabei zerstört. Erst nach und nach lernte man sorgsamer mit ihnen umzugehen – die Anfänge einer kontrollierten Hausbienenhaltung entwickelten sich. Zeidler, so wurden damals die Waldimker genannt, konnten nur Männer werden – Frauen galten wegen ihrer Periode als unrein. Die Zeidler bildeten eine Vereinigung mit Rechten und Pflichten, ähnlich den später entstehenden Zünften. Sie kannten sogar eine eigene Gerichtsbarkeit. Dagegen war das theoretische Wissen über Bienen und Honigentstehung sehr lückenhaft und teilweise falsch. So hielt man die Königin für das einzige männliche Tier im Stock.
Einen großen Auftrieb bekam die Imkerei durch Karl den Großen: Er befahl, dass jeder Gutshof einen Imker und einen Metbauern, also einen Hersteller von Met (Honigwein), haben müsse. Zudem erließ er viele Gesetze zum Schutz der Imkerei. Auch die Kirche war ein eifriger Förderer der Bienenzucht, denn die Bienenstöcke lieferten das Wachs für die Kerzen.
Alternativen zu Honig als Süßungsmittel gab es lange nicht: Zucker aus Zuckerrohr kam erst ab dem späten Mittelalter nach Europa und war ein unerschwinglicher Luxus, den sich selbst Reiche und Fürsten nur selten leisten konnten. Erst im 19. Jh. gelang die Herstellung von Zucker aus Rübenzucker und mit dem vermehrten Anbau der Zuckerrübe wurde Zucker bezahlbar und löste Honig als Süßungsmittel ab – nicht aber als Genussmittel. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/geschichte/germanen/index.php)

Sortenvielfalt Im Handel wird eine riesige Vielfalt an Honigsorten unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten. Manche sind eindeutig und leichtverständlich, andere verwirrend. Honig ist zwar immer süß – aber das ist auch schon fast die einzige Gemeinsamkeit der weit über 100 Honigsorten: Die Farbe variiert von fast farblos bis dunkelbraun und der Geschmack von lieblich süß und mild bis kräftig würzig, mit starkem Eigengeschmack. Als grobe Regel kann gelten, dass helle Honigsorten meist mild und angenehm süß schmecken. Dunkle Sorten sind meist kräftiger im Geschmack und weniger süß. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/honigarten/index.php)

Einteilung nach der botanischen Herkunft Die wichtigste Einteilung der Honige erfolgt nach den von den Bienen besuchten Pflanzen – der Tracht. Der Imker unterscheidet bei der Nahrung der Bienen zwischen Nektar und Honigtau.
Nektar Wird ein Honig überwiegend aus Nektar gewonnen heißt er Blütenhonig. Nektar ist eine stark zuckerhaltige Lösung, die von den Nektarien der Pflanzen ausgeschieden wird. Nektarien befinden sich üblicherweise in den Blüten, können sich aber auch in anderen Pflanzenteilen, z. B. in Blattachseln, befinden.
Honigtau Sammeln die Bienen dagegen überwiegend Honigtau, entsteht ein Honigtauhonig. Honigtau ist das Ausgangsprodukt der Blatt-, Wald- und Nadelhonige. Honigtau entsteht unter Mitwirkung von pflanzensaftsaugenden Insekten, die auf diesen Bäumen leben. Sie heißen Lachniden. Die Insekten stechen das Siebröhrensystem der Pflanzen an, verwerten die Stoffe, die sie zum Leben benötigen und scheiden den Rest als Honigtau wieder aus – angereichert mit organischen Säuren, Enzymen und anderem mehr. Der Honigtau wird von den Bienen gesammelt und im Bienenstock zu Honig verarbeitet. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/honigarten/herkunft/index.php)

Schleuderhonig Der Imker entnimmt die reifen Waben, entdeckelt sie und hängt die Holzrahmen in eine Honigschleuder. Nur durch Zentrifugalkraft, ohne Wärmeeinwirkung, wird der Honig herausgeschleudert. Diese schonende Methode ist heute üblich für die Honiggewinnung. Die Waben werden dabei nicht zerstört und können wieder verwendet werden.
Wabenhonig Die reife, von den Bienen frisch verdeckelte Honigwabe wird in Stücke geschnitten und verpackt. Wabenhonig wird auch Scheibenhonig genannt. Presshonig Bei dieser Art der Honiggewinnung wird der Honig nicht aus den Waben geschleudert, sondern durch Druck ausgepresst. Eine Variante des Presshonigs ist der Seimhonig, dieser wird ebenfalls durch Pressen gewonnen, allerdings unter Wärmezufuhr.
Backhonig ist ein Honig von verminderter Qualität dem durch Wärmeschädigung unter andern Enzyme entzogen wurden. Dieser Honig ist für den menschlichen Verzehr nach wie vor geeignet, wird aber vorzugsweise als Süßmittel in der Industrie verwendet. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/honigarten/gewinnung/index.php)

Verwendungszweck
Honig lässt sich sehr vielseitig verwenden. Hauptsächlich ist das wertvolle Naturprodukt zum Genuss und Verzehr bestimmt. Daneben existieren zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der Heilkunde und Kosmetik.
Darüber hinaus findet sich vermehrt Honig als Zusatz in Nahrungsmitteln, Süßwaren und Getränken. Auch in der modernen Küche schafft sich Honig mit seinen vielen verschiedenen Sorten für leckere Rezepte immer mehr Anhänger. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/honigarten/verwendungszweck/index.php)

Mischblütenhonige Die meisten Honige sind Mischblütenhonige. Die Bienen sammeln den Nektar von einer Vielzahl verschiedener Pflanzen, so dass die Inhaltsstoffe des Honigs besonders vielfältig sind. Geschmack und Aussehen variieren stark, je nach Standort und Art der beflogenen Pflanzen oder Blüten.
Sortenhonige Stammen Nektar oder Honigtau überwiegend von einer bestimmten Trachtpflanze, ist der Honig ein Sortenhonig. Der Imker nutzt hier aus, dass Bienen blütenstet sind. Er transportiert daher die Bienenstöcke in die unmittelbare Nähe der gewünschten Trachtpflanze. Ein entsprechender Honig darf dann nach der jeweiligen Pflanze benannt werden, z. B. Kleehonig oder Heidehonig.
Lagenhonige Honig, der aus einem genau abgrenzbaren, regionalen, territorialen oder topographischen Gebiet stammt, darf mit einem entsprechenden Namen versehen werden. Ein Beispiel hierfür ist Gebirgsblütenhonig. Dies gilt jedoch nur, wenn der damit bezeichnete Honig ausschließlich die angegebene Herkunft aufweist. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/warenkunde/honigarten/sorten/index.php)

Die Bezeichnung "kalt geschleudert" sagt aus, dass die Saccharasezahl nach Hadorn im Honig mindestens 7 betragen muss. Detaillierte Informationen zu Analysemethoden finden Sie in der Rubrik "Qualitätsversprechen". (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/wissenswertes/faq/index.php)

Optimale Lagerung von Honig Honig ist ein wertvolles Naturprodukt. Damit das einzigartige Aroma und die empfindlichen Inhaltsstoffe möglichst lange erhalten bleiben, sollte Honig kühl, trocken, geruchsneutral und dunkel gelagert werden.
Kühl (Zimmertemperatur) Honig ist hitzeempfindlich, denn viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie z. B. Enzyme, Vitamine, Aminosäuren, Hormone, Inhibine und Pheromone werden bei Temperaturen über 40°Celsius zerstört. Optimal ist eine konstante Lagertemperatur von ca. 18-20°Celsius für flüssige Honige und 10-12°Celsius für cremige Honige. Niedrigere Temperaturen begünstigen das Kristallwachstum.
Trocken Honig ist hygroskopisch, d.h. er zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Als Folge kann es zur Gärung kommen. Honig sollte daher trocken beziehungsweise gut verschlossen aufbewahrt werden.
Dunkel Honig ist lichtempfindlich. Dies betrifft in erster Linie die Inhibine (bakterienhemmende Stoffe), die bei länger andauernder Lichteinwirkung zerstört werden. Außerdem wird Honig bei Lichteinwirkung dunkler, dieser Prozess dauert jedoch Monate bis Jahre.
Geruchsneutral Honig nimmt leicht fremde Gerüche und Geschmäcker an. Daher sollte Honig immer aromadicht verschlossen gelagert werden und nicht neben geruchs- und geschmacksintensiven Produkten, wie z. B. Käse, Seifenpulver, Kaffee oder Kräutern. (Infos aus: http://www.langnese-honig.de/wissenswertes/tipps/lagerung/index.php)


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