Warum Website?
Historie meiner HP
Die Kassel-Family
-1.Rund ums Kanu-
Wieso kanukassel?
KANU-Interview
Faszination Kanu
REISEBERICHTE
FAMILY ON TOUR
Highlight LOFOTEN
AALAND-Kajak
Abenteuer ARDÈCHE
GORGES du TARN
BUCH-"BAUSTELLE"
DONAU-PADDELBUCH
ELBE im KANU 2011
Elbe-TAGEBUCH 2011
Kassels KANUBÜCHER
KANUPROJEKT-Buch
FAMILIENPADDELN
Kassel-AUSRÜSTUNG
SICHERHEIT
Sponsoring
RIVERSTAR-Kajak
- 2.Rund um Wind -
KINDERSEGELSCHULE
SEGELN - SURFEN
KATSEGELN
STRANDSEGELN
WINDSPOT ROSES
WIND-INSEL RÖMÖ
WINDSPOT LEUCATE
MONDIAL DU VENT 11
TREIBGUT 2012
STRANDFETEN
-3.Rund ums Pferd-
PFERDESPORT
HOF KREMPEL
REITERHOF Sauer
-4.Rund um Schnee-
WINTERSPORT
WINTERWALD
Extremmobil
Highlight KAUNERTAL
EISSPORT
- 5.Basislager -
KROMBACHTALSPERRE
DAUERCAMPER
WESTERWALD
- 6.Unfälle  -
NO RISK - NO FUN?
"Knochensalat"
Chronische Sepsis
Bein ab?
Reha - nein danke!
Was'n Krampf!
Verdammt verbrannt
Horror-Show
WER NICHT WAGT
Operation 1-07
Verdammt, ich will!
Honigheilung
Hilfe Herzinfarkt
Herz-Reha
Kassel-Reha
Behindert 80%+G
Friede im Wald
- 6a.Rund ums Rad -
EXTREM-"ROLLSTUHL"
ROLLI-ADVENTURE
ENDURO-Spaß
Samiras ROLLER
INLINESKATEN
MOUNTAINBIKEN
-7.Kreativprojekte-
KERAMIKPROJEKTE
Maskenkacheln
BANNOCK-Ofenprojekt
VIDEOPROJEKTE
YOUTUBE-VIDEOS
MUSIC OF NATURE
Literatur-Tipps
Klettergarten
STEIN-Männchen
Bratäpfel
PRALINEN-Projekt
-8.Reformschule-
"SchuB"-MODELL
SchuB-APFELPROJEKT
Kassels KANUSCHULE
KANU-PROJEKT 2009
WAL&KANU-Proj.2010
WAL-Projekt 2010
PROJEKT Frk. Saale
GRÜNES KLS-ZIMMER
SPORT-Spiel-Spaß
Proj.HUNDERTWASSER
MOSAIKprojekt 2011
Projekt URMENSCH
Schüler-Post 1
Schüler-Post 2
Leserpost
-9. Verschiedenes -
AKTION ProWal
HEIMATLOS?
TAPETENWECHSEL
Im TEUFELSGRUND
FIT FOR FUN
Der "NACHTFALKE"
Gästebuch
Einträge
Ihr Weg zu uns
DAS war GESTERN
Was geht HEUTE ab?
Voting
Kontakt


Eigentlich hatte ich diese HP mal eingerichtet, um über neue, interessante Sportabenteuer in freier Natur zu berichten. Aber irgendwie ist seit einiger Zeit der Wurm drin und die Liste der Unfälle, Krankheiten, Operationen und sonstigen Malaisen wird immer länger: Als neustes Abenteuer mitten aus dem Leben kann ich über meinen ersten Gehirnkrampf erzählen, den ich leider nicht in Erinnerung behalten konnte, da ich bei diesem "Event" bewusstlos kopfüber auf die Straße knallte. Geblieben sind aber die äußeren Spuren dieses einzigartigen Erlebnisses - und die Angst vorm Wiederholungsfall in besonders gefährlichen Situationen. Mir kommt das kalte Grausen, wenn ich an Gehirnkrämpfe beim Autofahren, Paddeln, Segeln oder Radeln denke. Die Chance, dabei ums Leben zu kommen und andere Menschen mit hineinzuziehen, ist größer als bei jedem inszenierten Urlaubsabenteuer!

Es war Mitte September 2004. Ich war gerade in Haiger beim OBI einkaufen. Hinter mir lagen zu diesem Zeitpunkt  21 Monate mit 9 Operationen in 3 verschiedenen Unfallkliniken. Das waren die direkten Folgen eines Snowboardunfalls in Frankreich im Januar 2003 mit 5 Knochenbrüchen in beiden Beinen und anschließender, chronischer Knochenmarksepsis. Und dann komme ich vom OBI direkt auf die INTENSIVSTATION  des Krankenhauses in Dillenburg.                                                                                                                                                                                


WIEDER MAL AUF DIE SCHNELLE DURCH DIE HINTERTÜR! WIE ICH DAS HASSE!


ABER DIESMAL WAR ICH BEWUSSTLOS UND HABE VON DEM KRANKENWAGEN-TRANSPORT SAMT NOTARZT NICHTS MITBEKOMMEN............ 


"Hallo, hören sie mich? Wer sind sie? Wie heißen sie? Wo wohnen sie?" Aus großer Ferne schreit irgendein Idiot immer wieder lauthals in mein Ohr. Als wenn ich nicht andere Sorgen hätte - mit meiner blutenden Nase, dem gebrochenen Nasenbein, den brüllenden Kopfschmerzen, den Schürfwunden und Hämatomen. Außerdem hatte ich Gliederschmerzen vom linken, kleinen Zeh bis ins rechte Ohrläppchen, als sei ich unter eine Planierraupe geraten. Ganz normal bei einem Krampfanfall, erfahre ich am nächsten Tag. Deswegen heißt der Anfall ja so: Alle Muskeln krampfen bis zum Zerreißen! Und das bedeutet Muskelkater in den Folgetagen! Aber woher soll ich das heute wissen? Das war mein erster Krampf! Aus der Dämmerung taucht meine Frau Astrid auf und fängt an, mir das verkrustete Blut aus dem Gesicht, dem Bart und den Haaren zu kratzen. Wo kommt das viele Blut her? Und die starken Schmerzen? "Ganz klar!" dämmert es mir plötzlich, "das war ein krasser Autounfall!" "Ist das Auto sehr kaputt?" will ich als erstes wissen. "Wieso Auto? Das war ein Gehirnkrampf." Diese nette Aufklärung geht mir zunächst nicht in den brummenden Schädel. "Wieso hat das Airbag nicht funktioniert?" "Quatsch alles! Das war ein fürchterlicher, ungebremster Sturz auf die Teerstraße, mit dem Gesicht voran!" Ich versuche, mich zu bewegen und umzuschauen. Überall piepsende, tickende Geräte, Flaschen und Schläuche, ernst blickende Menschen in blauen Anzügen. Verdammt, das sieht ja wieder mal nach Operationssaal aus! Da war ich doch neulich erst bis zum Überdruss! (siehe hierzu auch die Seite "Sepsis" unter NO RISK - NO FUN) Es dauert länger, bis ich begreife, dass ich mich auf einer Intensivstation befinde............ 


7. Oktober 2004: Gerade bin ich mal wieder vom Neurologen nach Hause gekommen. Die Lage ist beschissen, aber nicht hoffnungslos.Beim Angio-MRT wurde ein Blutung entdeckt, lokalisiert und auf ihren Ursprung hin untersucht. Was dabei unterm Strich rauskommt, das ist reine Spekulation! Vielleicht war die Blutung schon vorm Gehirnkrampf da, vielleicht aber auch nicht! Wahrscheinlich geht sie von allein wieder weg. Die Zeit wird es zeigen. Solange ist schwere Anstrengung  und Autofahren verboten. Ein halbes Jahr muss ich CARBAMAZEPIN-RPH 300 mg täglich schlucken. Das ist ein Antiepileptika und soll neue Gehirnkrämpfe verhindern. Nun gut, ich werde es bemerken, ob's hilft.


Mein Gott, wie kann das Leben plötzlich Scheiße sein! Mein Schädel brummt, der Puls rast! Der Blutdruck ist viel zu hoch und in meinem Kopf blutet es! Wie lange noch? Wann bin ich Vergangenheit auf dieser Welt?


Eine Kernspintomografie bringt es ans Licht. Moderne Durchleuchtungsmaschinerie schneidet den menschlichen Körper in Scheibchen und macht bildlich, was da nicht hin gehört. Der helle Punkt auf dem Bild ist die Blutung in meinem Kopf, die wahrscheinlich den Gehirnkrampf verursacht hat.


MONTAG, den 4.10.2004: Weitere kostspielige Kernspintomografien (Angio MRT), EEGs und Bluttests haben klar bestätigt, dass im Kassel-Kopf ein BLUTUNG ist. Das ist im Moment noch nicht lebensgefährlich und muss (noch) nicht operativ entfernt werden. Vielleicht geht es von selbst weg. Wie lange das dauert, das kann kein Mensch, auch kein Fachmann, sprich Neurologe/Radiologe sagen. Aber eins ist klar: Bis die Blutung als Auslöser für weitere Gehirnkrämpfe weg ist, bis dahin ist alles verboten, was den Blutdruck steigen lässt. Das bedeutet neben Arbeits- und Autofahrverbot auch die Vermeidung jeglicher körperlicher Anstrengung, also kein Radeln, Paddeln, Segeln, Geschlechtsverkehr usw.


Wie so oft im Leben: Abwarten und Tee trinken! Alles wird gut! Das Leben ist schön!


Komme ich lebend hier wieder raus? Bleibe ich bei klarem Verstand? Wo ist mein Gedächtnis? Namen und Ereignisse sind vollkommen weg? Habe ich für immer einen Dachschaden? Wieviele Gehirnzellen sind hinüber?


'Ne typische Krankenhauszeitschrift! Als Bettlektüre für mich wohl kaum geeignet!

Mein Gott, es waren schlimme Tage damals im September 2004! Jetzt ist es schon genau 3 Jahre her, wo ich diese Zeilen am 3. September 2007 schreibe. Also, ich habe überlebt - und mein Dachschaden hält sich in Grenzen: Leichte Sprachverzögerungen, Probleme, schnelle Sätze zu formulieren, Namen sind weg, aber bis 3 zählen kann ich noch! Ich hatte ein Riesenschwein, Glück im Unglück! Die Gehirnblutung kam frühzeitig genug von alleine zum Stillstand! Zur Zeit brauch ich wegen nicht mehr normalisiertem Blutdruck täglich einen Betablocker! Ich kann immer noch (oder wieder) arbeiten! Angst habe ich nur immer wieder bei den vielen neuen Operationen wegen meiner Osteomyelitis! Bekomme ich wieder einen Gehirnkrampf?

 
Top