

15 komplette Kanuausrüstungen werden im Mai 2002 an den landschaftlich schönen Edersee in Nordhessen gekarrt, um ein Kanucamp für Sechsklässler zu starten.
Es hat sich gelohnt! Der Edersee ist randvoll - was nicht immer selbstverständlich ist - und der Jugendzeltplatz "Hochstein" bei Herzhausen eine Wucht und bestens geeignet für mehrtägige Kanucamps

An die Eltern und Schüler der Klasse H6a
Von Dienstag, den 21. Mai 2002, bis Dienstag, den 28.5.2002 fahren wir – wie allgemein bekannt – für acht Tage in ein Zeltlager an den Edersee. Der Reisebus und der Jugendzeltplatz sind bereits gebucht. Ich bitte jetzt um die vollständige Überweisung des Unkostenbeitrags in Höhe von 125 Euro auf das Konto:
Gerd Kassel, Kreissparkasse Gelnhausen, BLZ 507 500 94, Kontonummer 3431030, Stichwort „Edersee“, Schülername
In den nächsten Tagen bekommen alle Schüler/innen wichtige Informationsblätter (Packliste, Geeignete Nahrungsmittel, Touren-Organisation usw.) zur geplanten Klassenfahrt. Ich bitte diese Infos genau zu lesen.
Praktischer Unterricht: Koch-Lehrgang mit Camping-Kochern Da alle Schüler/innen in 2-Mann/Frau-Teams zusammen einkaufen und Essen zubereiten müssen, beginnen wir ab sofort jeden Dienstag mit der Einübung in den Camping-Kocher-Gebrauch und die Anfertigung einfacher Gerichte. Alle Schüler/innen müssen also für den Dienstag-Unterricht Nahrungsmittel mit in die Schule bringen, die sich zu einfachen, warmen Mahlzeiten verarbeiten lassen.
Außerdem muss jeder Schüler Brenn-Spiritus, Spülmittel, Abtrockentuch und Topf-Reiniger (ABRAZO-ALDI) mit in die Schule bringen. Nach der Essenszubereitung muss der Trangia-Sturmkocher – bestehend aus Gestell, Windschutz, SpiritusBrenner, 2 Töpfe, Pfanne, Teekessel – ordentlich gespült, gereinigt und abgetrocknet werden.
Diese Koch-Lehrgang unterliegt auch der Notengebung im Fach Sozialkunde – Soziales Lernen. Wer regelmäßig in Absprache mit seinem Team-Partner alle notwendigen Lebens- und Reinigungsmittel mitbringt, diszipliniert kocht und ordentlich reinigt, der bekommt gute Noten im Fach Sozialkunde und im Sozialverhalten. Wer nichts mitbringt, kann nichts kochen und bekommt schlechte Noten. Ich bitte also alle Eltern um Mithilfe, dass das mit dem Koch-Lehrgang auch klappt.
Herzliche Grüße Gerd Kassel Kenntnis genommen Unterschrift
Während des Edersee-Kanucamps lernen die Sechstklässler nicht nur das Paddeln, sondern auch das Kochen auf den schwedischen "Trangia"-Sturmkochern
Übung für Fortgeschrittene: Das Anrühren von Eierpfannkuchen-Teig für 20 Schüler/innen. Das klappt, auch wenn so manches Ei daneben geht.

Informationsblatt über teilnehmende Schüler/innen am Kanuprojekt der Kopernikusschule Freigericht
Name des Kindes: Vorname des Kindes: Anschrift:
Name und Anschrift der erziehungsberechtigten Eltern:
Wo sind die erziehungsberechtigten Eltern während des Kanuprojekts telefonisch erreichbar: Privat: Handy: Arbeitsstelle: Krankenversicherung der/des oben genannten Schülerin/Schülers:
Krankenkasse: Versicherungsnummer:
Unbedingt die Krankenversicherungskarte mitgeben (Wird vom Klassenlehrer für die Zeit des Kanuprojekts eingesammelt, damit sie nicht verloren gehen kann).
Krankheiten/Medikamente: Liegen chronische Erkrankungen vor, worüber der aufsichtsführende Lehrer Bescheid wissen muss (z.B.: Allergie, Zuckerkrankheit, Asthma). Welche Medikamente werden ständig benötigt und befinden sich im Reisegepäck?
Wichtig: Bei schwerwiegender Erkrankung während des Kanuprojekts wird ein Arzt oder Krankenhaus aufgesucht. Ich entbinde den behandelnden Arzt gegenüber dem aufsichtsführenden Lehrer von seiner Schweigepflicht: Ja / Nein
Wichtig: Bei schwerwiegender Erkrankung meines Kindes während des Kanuprojekts erkläre ich mich bereit, mein Kind schnellstmöglich nach Hause zu holen: Ja / Nein
Wichtig: Sollte dies nicht möglich sein, darf der Heimtransport durch eine aufsichtsführende Begleitperson durchgeführt werden: Ja / Nein
Mein Kind darf sich in Kleingruppen nach vorheriger Abmeldung beim Klassenlehrer für eine vorgegebene Zeit von der Klasse entfernen: Ja / Nein
Mein Kind darf während des Kanuprojekts in einem Kanu fahren: Ja / Nein
Mein Kind darf unter Aufsicht schwimmen gehen: Ja / Nein
Mein Kind darf während des Kanuprojekts Inline-Skates fahren: Ja / Nein
Achtung: Das Rauchen, das Trinken von Alkohol und das Konsumieren von Drogen sind während des Kanuprojekts für alle Schüler/innen verboten. Bei Verstoß hiergegen und andere notwendige Anweisungen, Regeln und Verhaltensvorschriften erfolgt der Ausschluss vom Kanuprojekt. Ich erkläre mich in diesem Fall bereit, mein Kind nach Hause zu holen. Ich habe vom Inhalt dieses Informationsblattes genau Kenntnis genommen und erkläre mich bereit, den aufsichtsführenden Lehrern und Begleitpersonen während des Kanuprojekts bei auftretenden, schwerwiegenden Erziehungsproblemen – wenn nötig – hilfreich zur Seite zu stehen.
Freigericht, den ............................... Unterschrift des/der Erziehungsberechtigten

Die Klasse H6a der Kopernikusschule Freigericht sitzt auf dem Edersee erstmals in den Booten der schuleigenen Kanuflotte. Hier beginnt ein Kanukurs auf Zahmwasser, dem auch Sechstklässler schon leicht gewachsen sind.
Natürlich wird die Sache spielerisch angegangen, damit es Spaß macht! Hier sind jeweils 5 Kanadier zu 2 "Kanuschlangen" aneinander gebunden worden, die zu einem Wettrennen starten. Es dürfte klar sein, dass das Ziel nicht auf dem direkten Weg erreicht wurde.
Das Manövrieren einer "Kanuschlange" erfordert Team-Arbeit und genaue Absprache, was wer wann tut! Die Sache ist natürlich auch äußerst gemein und konfliktträchtig!
Organisationsplan für das Zeltlager der Klasse H6a am Edersee
Liebe Eltern und Schüler/innen der Klasse H6a, hier nun die letzten schriftlichen Infos über das in Kürze stattfindende Zeltlager am Edersee. Den Zettel „Information über teilnehmende Schüler/innen .....“ bitte ich genau zu lesen, anzukreuzen und unterschrieben bis Donnerstag, den 16.5.2002 an mich zurückzugeben – zusammen mit der Krankenversicherungskarte. Herzliche Grüße Gerd Kassel
Zeit: 21.5.2002 – 28.5.2002 Ort: Direkt am Ufer des Edersees liegt der Jugendzeltplatz „Hochstein“, etwa 1,5 km vom Ortsteil Herzhausen der Gemeinde Vöhl entfernt. Platzwartin Frau Reinke, Tel.: 05635-1776
Abfahrt/Rückkehr: Dienstag, den 21.5.2002 um 8.30 Uhr Treffpunkt und Verladestation am Busbahnhof der Schule. Abfahrt ca.8.45 Uhr. Dienstag, den 28.5.2002 Abholung am Edersee ca. 11 Uhr. Ankunft in Freigericht zwischen 14 und 15 Uhr.
Lehrer/Begleitpersonen Frau Appel (Elternvertreterin der H6a), Herr Lüftenegger (Vater), Daniel Koch (Ex-Schüler, Teilnehmer an vielen Kanuprojekten, genannt „Rambo“), Herr Harth und Herr Sauer (Jäger und Waldläufer), Herr Fischer (Profi-Angler und Hobby-Koch), Herr Schust (Oberstudienrat a.D., Mitgründer des Kanuprojekts), Frau Sorko (aufsichtsführende Lehrerin), Herr Kassel (Klassenlehrer der H6a und verantwortlich für Alles)
Vorauskommando/Busaufsicht 3 Camping- und Transportbusse + 2 Kanuanhänger + 2 PKW (Kassel, Schust, Fischer, Sauer + Harth, Koch) fahren als Vorauskommando am 21.5.2002 bereits um 7.30 Uhr mit allem Kanu-Gepäck zum Edersee voraus. Der Reisebus der Firma Fuchs wird mit 24 Schülern + deren Gepäck beladen. Im Reisebus führen Frau Sorko, Frau Appel und Herr Lüftenegger die Aufsicht.
Handy-Kontakt Die Schüler/innen dürfen ihre Handys mitnehmen – für den Notfall und den Kontakt mit zu Hause. Sollte allerdings mit den Handys Missbrauch getrieben werden – Spiele, Telefon-Terror, ständige „Jammer-Anrufe nach Hause – werden sie eingesammelt. Notwendige Anrufe können über meine Handy-Nummer versucht werden, soweit Verbindung vorhanden (Kassel: 0173-5671756)

Hier wird das Kentern - möglichst auch spielerisch - geübt. Ein paar Geschicklichkeitsaufgaben, z.B. im Boot aufrichten, auf den Süllrand stellen, und schon ist es passiert!
Na also, es klappt doch, wenn man sich richtig Mühe gibt - und die Angst vor dem Kentern verloren hat!
Es ist nicht ganz so einfach, einen "abgesoffenen" Kanadier aus dem Wasser zu bergen. Auch das geht nur mit "Köpfchen" und in Team-Arbeit!
Für all diese Übungen eignet sich natürlich ein stationäres "Basislager", wie 8 Tage am Edersee praktiziert.

VERHALTENSREGELN FÜR DAS KANUFAHREN
Folgende Regeln und Hinweise müssen von jedem Teilnehmer des Kanuprojekts beachtet werden:
1. Die Schwimmwesten sind grundsätzlich anzulegen, bevor die Boote bestiegen werden.
2. In der Klasse werden Trage-Teams aus 8-10 Leuten für die ganze Tour festgelegt, um ein Zerren und Schleifen der Boote über Stock und Stein zu vermeiden. Die Trage-Teams heben die Boote erst aus dem Wasser, wenn alle da sind.
3. Der während der Kanufahrt produzierte Müll wird in Müllsäcken in jedem Boot gesammelt und auf dem Campingplatz entsorgt. Wer Müll in den Fluss/See wirft, muss mit der Höchststrafe rechnen.
4. Nach der Tagestour werden die Paddel an der Seite unter das Zelt gelegt, um ein mögliches Klauen oder Wegfliegen zu vermeiden.
5. Die Schwimmwesten werden in den Zelten verstaut und können dort auch als Kopfunterlage benutzt werden. Als Sitzkissen dürfen Schwimmwesten nicht benutzt werden!!
6. Man muss sich an sonnigen Tagen mit Sonnencreme (UV-Schutz) einschmieren und eine Kopfbedeckung tragen. Sonst besteht die akute Gefahr eines Sonnenstichs.
7. Auf dem Fluss fahren die Boote hintereinander am rechten Ufer, nicht nebeneinander. Der Abstand beträgt 10-20 Meter. Mutwilliges Kentern muss unbedingt vermieden werden. Alle Boote der Kanuflotte bleiben stets in Ruf- und Blickkontakt. Es ist absolut verboten, dass sich ein Boot von der Flotte entfernt.
8. Den Anordnungen des Flottenchefs, der auch die Reihenfolge der Armada bestimmt, ist unbedingt Folge zu leisten, um den Sicherheitserwartungen vollauf zu genügen. Beim Ertönen der Trillerpfeife wird erhöhte Aufmerksamkeit erwartet, da wichtige Anweisungen gegeben werden.
9. Während der Fahrt sind Kollisionen mit anderen Booten oder dem Ufer strikt zu vermeiden. Frühzeitig durch Rückwärtspaddeln die Fahrt verlangsamen oder stoppen.
10. Beim Paddeln ist das Rauchen grundsätzlich untersagt.
11. Die Benutzung von Handys ist nur zu Organisationszwecken und bei Notfällen gestattet.
12. Auf Anweisung des Gruppenführers sind bei drohendem Schlechtwetter sofort die Regenanzüge anzuziehen. 12a.Die Regenplanen werden nur auf Befehl über die Zelte gespannt.
13. Achtung: Hindernissen durch Sträucher, Bäume, Brückenpfeiler usw. ist frühzeitig auszuweichen.
14. Alkohol und Drogen sind auf der kompletten Tour strengstens untersagt.
15. Während des Paddelns darf keine laute Musik gehört werden, weil sonst wichtige Anweisungen und Warnrufe überhört werden können.


Ein Kassel'ches Kanucamp hat nach Möglichkeit stets ein Lagerfeuer. Ohne Feuer ist ein Leben draußen ärmer und kälter. Doch Wärme bedeutet Arbeit, kommt nicht einfach so aus der Steckdose oder Zentralheizung. Das zu lernen, zu den Ursprüngen zurück zu blicken, selbst fühlen, erleben, arbeiten, Holz hacken - das gehört zum erlebnispädagogischen Konzept!
Für Sechstklässler ist das Brennholz sammeln im Wald kein Problem, aber große Klötze klein zu hacken noch zu schwierig und gefährlich. Doch das Zuschauen macht auch schon schlauer!

Es ist zentral gelegen und von zentraler Bedeutung: Das Lagerfeuer beim Biwakieren. Auf dem Jugendzeltplatz am Edersee gibt es gleich mehrere Feuerstellen!
Ob bei Kälte, Nässe oder Dunkelheit: Ein Feuer vermittelt dem Menschen seit jeher Wärme, Schutz und Geborgenheit. Tut das auch die Zentralheizung?

Normalerweise kochen die Kids selbst in Zweierteams auf dem Trangia-Sturmkocher, aber möglich ist auch ein Gemeinschafts-Eintopf auf der "Großkochstelle"!

An die Eltern und Schüler der Klasse H6a
Einladung zum Diavortrag Am Donnerstag, den 20.6.2002, 20 Uhr in der Aula der Kopernikusschule Freigericht Vom 21.5. – 28.5.2002 führten wir mit der Klasse H6a das Edersee-Kanu- und Outdoorprojekt durch. Anhand von etwa 150 Bildern möchte ich allen Schülern und Eltern der Klasse H6a die Erziehungsziele erlebnispädagogischer Kanu- und Outdoorprojekte von Gerd Kassel ausführlich erklären und mit den Erziehungsberechtigten und Schülern diskutieren
- von der überholten Lernfabrik zur modernen Ganztagsschule -
Ø Stärkung des Selbstvertrauens und Ich-Wertgefühls
Ø Abbau von Hemmungen und Ängsten
Ø Aufbau von mentaler Stärke und Durchhaltevermögen
Ø Bewältigung von Konflikten und Problemen
Ø Bekämpfung von Gewalt und Aggressivität
Ø Kennenlernen von Kameradschaft und Mitgefühl
Ø Integration ausländischer Mitschüler
Ø Einstudieren von Selbständigkeit und Verlässlichkeit
Ø Förderung körperlicher Fitness und handwerklicher Fähigkeiten
Ø Erlernen der Arbeit im Team und des Lebens in der Gemeinschaft
Ø Übernehmen von Verantwortung und Führung
Ø Selbständige Lösung überschaubarer Aufgaben
Ø Die Natur schätzen und schützen lernen
Ø Weg vom passiven Konsumieren zum aktiven Tun
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